Müssen Hunde jetzt auch den Rundfunkbeitrag zahlen?

Eine mehr als kuriose Geschichte ereignete sich kürzlich in Koblenz. Janosch Städtler erhielt einen Bescheid vom Beitragsservice. Er sollte für seinen täglichen Fernseh- und Radiokonsum den Rundfunkbeitrag zahlen. Das allerdings ist nicht das Kuriose, sondern die Tatsache, dass es sich bei Janosch Städtler um einen sechs Jahre alten Magyar Viszlar handelt. Der ungarische Jagdhund sollte also Geld für das tägliche Fernsehen zahlen.

Besitzer Christian Städtler nahm es anfangs noch mit Humor. Sein Janosch habe abends lieber seine Ruhe, als fernzusehen. Daher wolle er den Beitrag nicht bezahlen. Bei Janoschs Vorgänger hätte er das vielleicht noch eingesehen, hat dieser doch zumindest Tiersendungen im Fernsehen hin und wieder aufmerksam verfolgt.

Schließlich übersandte die Familie von Janosch dem Beitragsservice eine Tierarztrechnung, aus der hervorging, dass Janosch Städtler ein Hund ist, wie die „Rhein-Zeitung“ berichtete. Trotzdem erhielt der Jagdhund eine weitere Zahlungsaufforderung über 53,94 Euro.

Städtler selbst kann sich bis heute nicht erklären, wie es dazu kommen konnte. Ein Sprecher des Beitragsservices erklärte der „Rhein-Zeitung“ gegenüber, es müsse sich um einen Scherz handeln. Auf der Seite rundfunkbeitrag.de habe sich vermutlich jemand mit dem Namen des Hundes angemeldet. Mittlerweile ist die Sache aber geklärt, wie der Sprecher mitteilte. Janoschs Beitragskonto wurde gelöscht. Und auch andere Hundehalter sollten sich nicht sorgen: Selbst wenn ihre vierbeinigen Gefährten gerne fernsehen, kann der Beitragsservice keinen Rundfunkbeitrag von ihnen verlangen.

Quelle: Spiegel