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„Enterprise“-Crew, Fans und Familie trauern um Sir Patrick Stewart

Spooky Forest Gravestone

Einer der bedeutendsten Darsteller der „Enterprise“-Filme und Serien ist tot. Sir Patrick Stewart kann seine Paraderolle als Jean-Luc Picard nicht mehr spielen.

Sir Patrick Stewart erblickte das Licht der Welt am 13. Juli 1940 im englischen Mirfield. Er fand seinen Weg zur Weltbühne fernab jeder glamourösen Kulisse. Sein Vater war Soldat, seine Mutter arbeitete in der Textilindustrie. Die Gewalt des Vaters gegen die Mutter überschattete seine Kindheit. Umso wichtiger wurde die Schauspielerei als Gegenwelt. Ein Englischlehrer weckte seine Begeisterung für Shakespeare und ermutigte ihn, dessen Figuren nicht nur zu lesen, sondern zu verkörpern. Schon als Jugendlicher spielte Sir Patrick Stewart in örtlichen Theatergruppen. Mit 15 Jahren verließ er die Schule und wurde Nachwuchsreporter. Er entschied sich jedoch für die Bühne, als sein Redakteur ihn vor die Wahl zwischen Journalismus und Theater stellte. 1957 begann er seine Ausbildung an der Bristol Old Vic Theatre School. 1959 folgte sein professionelles Debüt in Lincoln. Aus dieser frühen Entschlossenheit erwuchs eine Laufbahn, die klassische Schauspielkunst einem weltweiten Publikum nahebrachte. Am 28. Oktober 2026 schloss er in seiner Wahlheimat Los Angeles für immer seine Augen.

Sir Patrick Stewart: Von Shakespeare zur Brücke des Raumschiffs Enterprise

1966 trat Sir Patr8ick Stewart der Royal Shakespeare Company bei und profilierte sich über Jahrzehnte als bedeutender Bühnendarsteller. Fernsehrollen in „I, Claudius“ (1976) und „Tinker Tailor Soldier Spy“ sowie Filmauftritte in „Excalibur“ und „Dune“ erweiterten seinen Wirkungskreis. Den internationalen Durchbruch brachte ihm 1987 die Rolle des Captains Jean-Luc Picard in „Star Trek: The Next Generation“ (in Deutschland unter dem Titel „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ bekannt). Bis 1994 verlieh er dem Kommandanten der Enterprise jene Verbindung aus Autorität, Nachdenklichkeit und moralischer Standfestigkeit, die zum Herzstück der Serie wurde. Seine besondere Leistung bestand darin, einen Weltraumhelden nicht allein durch Tatkraft, sondern durch Sprache, Haltung und Menschlichkeit überzeugend zu machen. Vier Kinofilme führten Picards Geschichte fort: „Star Trek: Generations“ (1994) und „Star Trek: First Contact“ (1996) sowie „Star Trek: Insurrection“ (1998) und „Star Trek: Nemesis“ (2002). In „Star Trek: Picard“ kehrte er von 2020 bis 2023 zu seiner berühmtesten Figur zurück. Daneben schuf er mit Professor Charles Xavier in „X-Men“ ab 2000 eine weitere prägende Gestalt. Seine Leinwandfiguren bewahrten dabei die Präsenz eines Schauspielers, dessen eigentliche Heimat stets auch das Theater blieb.

Auszeichnungen und Arbeit von Sir Patrick Stewart hinter der Kamera

Stewarts Kunst wurde mit Olivier Awards für „Antony and Cleopatra“ (1979) und „Hamlet“ (2009) gewürdigt. Für „Macbeth“ erhielt er 2008 eine Tony-Nominierung. 1996 gewann er den Grammy für seine Aufnahme von „Peter und der Wolf“. Die Erhebung in den Ritterstand 2010 ehrte seine Verdienste um die Schauspielkunst. Auch hinter der Kamera übernahm er Verantwortung. Zwischen 1991 und 1994 inszenierte er fünf Folgen von „Star Trek: The Next Generation“. Als Associate Producer wirkte er 1998 an „Star Trek: Insurrection“ mit. Als Executive Producer betreute er „A Christmas Carol“ (1999) und „King of Texas“ (2002) sowie „The Lion in Winter“ (2003) und „Star Trek: Picard“ (2020–2023). Für „The Lion in Winter“ folgte 2004 eine Emmy-Nominierung in der Kategorie Fernsehfilm. Mit dem Tod von Sir Patrick Stewart verlor die Schauspielwelt eine Stimme, die Größe nie mit Lautstärke verwechselte und selbst fantastischen Welten menschliches Gewicht verlieh.

Quelle: IMDb, BBC News UK,

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