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Hohe Inflationsrate im September 2026: Wie sieht der Ausblick aus?

Euro coins on paper euro banknotes

Wie werden sich die Verbraucherpreise in nächster Zeit entwickeln? Es gibt deutliche Anzeichen für eine weitere Steigerung der Inflationsrate.

Schon seit einigen Monaten ist in Deutschland eine Steigerung der Inflationsrate zu beobachten. Die Werte im Vorjahresvergleich lagen zuletzt mit 2,8 Prozent im Juli 2026 und mit 2,9 Prozent im August 2026 deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank. Im September 2026 wurden mit einem Plus von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat diese Werte sogar noch übertroffen. Ein Ende ist nicht in Sicht, wie ein Blick auf die Entwicklung der Erzeugerpreise und die Preise für einzelne landwirtschaftliche Produkte belegt.

Kartoffelpreise werden Inflationsrate anheizen

Eigentlich gab es zuletzt positive Signale aus der Landwirtschaft. Dort lagen die Erzeugerpreise quer durch alle landwirtschaftlichen Produkte im August 2026 um rund 7 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Im Juli hatte der Preisrückgang binnen Jahresfrist sogar bei 13,7 Prozent gelegen. Doch die Kartoffelpreise dürften diese Entwicklung bremsen. Im Jahr 2026 wird die Menge der Kartoffelernte nach den Angaben des Statistischen Bundesamts nur bei rund 10,4 Millionen Tonnen liegen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Defizit von rund 25 Prozent, was deutliche Auswirkungen auf die Kartoffelpreise hat. Die Erzeugerpreise für Kartoffeln lagen im August 2026 offiziellen Angaben zufolge im 61,5 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Noch hat diese Entwicklung nicht komplett auf die Verbraucherpreise durchgeschlagen, denn dort wurde lediglich ein Preisplus von 11,3 Prozent im September 2026 verzeichnet. Verarbeitete Kartoffelprodukte waren sogar noch günstiger als im Vorjahresmonat. Das heißt, hier muss damit gerechnet werden, dass die vollständige Kostensteigerung erst in den nächsten Wochen in den Regalen der Supermärkte ankommt.

Großhandelspreise machen keine Hoffnung auf Entspannung der Inflationsrate

Auch mit Blick auf die Entwicklung der Großhandelspreise müssen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher auf weiter steigende Endkundenpreise einstellen. Schon im Juli 2026 wurde dort im Vergleich mit dem Vorjahresmonat ein Plus von 5,3 Prozent errechnet. Im August stieg das Preisplus auf 6,8 Prozent. Für September 2026 gibt das Statistische Bundesamt für die Großhandelspreise eine Steigerung um 8,7 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahresmonat an. Preistreiber sind dabei vor allem Mineralölerzeugnisse, deren Preise im September 2026 um 48,8 Prozent höher als im September 2025 lagen. Außerdem wurden auch in den letzten Wochen deutlich gestiegene Großhandelspreise für Metalle, Metallhalbzeuge sowie Nicht-Eisen-Erze verzeichnet.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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