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Männer werden im Straßenverkehr häufiger verletzt als Frauen

Statistic Graphs

Offizielle Statistiken weisen eine höhere Anzahl Männer als Frauen unter den Personen aus, die im Straßenverkehr verletzt oder getötet werden.

Besonders die Anzahl der Verkehrstoten unterscheidet sich zwischen Männern und Frauen besonders deutlich. Nach den Angaben des Statistischen Bundesamts für das Jahr 2025 anlässlich des Weltmännertags am 3. November machen Männer etwa 73,6 Prozent aller bei Verkehrsunfällen getöteten Personen aus. Auch bei den durch Verkehrsunfälle Schwerverletzten liegt der Männeranteil mit 64 Prozent deutlich höher als bei den Frauen. Bei den leichtverletzten Personen machten Männer mit 57,1 Prozent ebenfalls einen höheren Anteil aus.

Junge Männer sind bei Unfällen im Straßenverkehr besonders gefährdet

Zusätzlich zu den Geschlechterunterschieden zeigen sich in den Zahlen des Statistischen Bundesamts signifikante Differenzen zwischen den einzelnen Altersgruppen. Am stärksten gefährdet für schwere oder gar tödliche Verletzungen bei Straßenverkehrsunfällen sind danach Männer zwischen 17 und 19 Jahren. Eine weitere Spitze zeigt sich im Altersbereich 55 bis 65 Jahre. Die altersabhängigen Spitzen verlaufen bei Männern und Frauen nahezu identisch, wobei sich die absoluten Zahlen deutlich unterscheiden. So gab es im gesamten Jahr 2025 unter den 18-jährigen Personen 798 schwerverletzte und getötete Männer, während zeitgleich 328 Frauen im Alter von 18 Jahren bei Unfällen im Straßenverkehr schwer verletzt oder getötet wurden. Bei den Leichtverletzten 18-Jährigen standen 2.948 Frauen nach den offiziellen Angaben 4.790 Männern gegenüber.

Für die Differenzen bei den Unfallopfern sind mehrere Ursachen verantwortlich

Eine Ursache ist die Art des im Straßenverkehr gezeigten Fehlverhaltens. So ist beispielsweise der Anteil Männer beim Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit höher als bei den Frauen. Außerdem waren im vergangenen Jahr deutlich mehr Männer als Frauen unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol im Straßenverkehr unterwegs. Zudem beweisen andere Statistiken (beispielsweise vom Bundesverkehrsministerium), dass insgesamt mehr Männer als Frauen motorisiert am Straßenverkehr teilnehmen. Am deutlichsten wird das bei der Motorradnutzung. Auf den motorisierten Zweirädern ist das Risiko für schwere oder tödliche Verletzungen gegenüber dem PKW oder anderen vierrädrigen Fahrzeugen signifikant erhöht. Hinzu kommt, dass die Tätigkeit als Berufskraftfahrer noch immer als „Männerdomäne“ gilt, weil dort der Frauenanteil sehr gering ist.

Quelle: Bundesamt für Statistik, Bundesverkehrsministerium

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