Klimakatastrophen in Kanada und Mosambik

Gigantische Wassermassen beschäftigen aktuell die Menschen sowohl in Kanada als auch in Mosambik. Von Entwarnung kann auch in den ersten Maitagen 2019 noch lange keine Rede sein.

Welche immensen Auswirkungen die aktuelle Flutwelle in Kanada und die beiden kurz nacheinander aufgetretenen Zyklone in Mosambik haben werden, ist derzeit noch nicht vollständig absehbar. Ein Stadtrat in West-Carleton in Kanada brachte es mit den Worten „Die Natur ist stärker als wir“ auf den Punkt.

Wie ist die Lage in Mosambik?

Der Zyklon „Kenneth“ hat sich mittlerweile aufgelöst. Er hinterließ in Mosambik eine Schneise der Verwüstung. Allein in der Provinz Cabo Delgado fielen dem Wirbelsturm über 35.000 Gebäude zum Opfer. Die Zahl der Todesopfer geben die lokalen Behörden in Mosambik mit rund 40 an. Doch diese Zahl wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch deutlich erhöhen. Diese Annahme resultiert allein aus der Zahl der Menschen, die aktuell noch als vermisst gelten. Doch die Folgen des Wirbelsturms „Kenneth“ sind noch längst nicht zu Ende. Nach den Sturmschäden rollt nun eine Flutwelle durch das Land, die für weitere Überschwemmungen und Erdrutsche sorgt. „Kenneth“ war bereits der zweite Rekordzyklon, der das ohnehin arme Land binnen kurzer Zeit traf. Schon März 2019 hatte der Zyklon „Idai“ in anderen Regionen von Mosambik schwere Schäden angerichtet. Aufgrund der immensen Schäden warnen die vor Ort agierenden Hilfsorganisationen bereits vor einer hohen Seuchengefahr.

Wie sehen die nächsten Tage beim Jahrhunderthochwasser in Kanada aus?

In Kanada sind vielerorts Evakuierungen angeordnet worden. Auch gab und gibt es großflächige Stromabschaltungen. Sie sollen dafür sorgen, dass die Betroffenen und Helfer in den betroffenen Regionen nicht durch Stromschläge verletzt werden. Inzwischen sind in den Provinzen Quebec und Ontario mehrere Tausend Soldaten im Einsatz. An einigen Orten sorgten Dammbrüche dafür, dass mehrere Tausend Menschen ihre Häuser binnen weniger Minuten verlassen mussten. Die Sicherheitskräfte in Ste-Marthe-sur-le-Lac in Quebec sehen es als ein „kleines Wunder“ an, dass es bei der plötzlichen Evakuierung nach dem Dammbruch weder Verletzte noch Tote gab. Auch beim Hochwasser in Kanada zeichnet sich keine schnelle Entspannung ab, denn in den ersten Maitagen soll es weitere Regenfälle und Schneeregenfälle geben.

Quelle: Reuters, DRK, CTV, ottawacitizen.com