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Klimaforscher warnen vor kritischer Erderwärmung

Eine am Tyndall Zentrum für Klimaforschung durchgeführte Studie bringt erschreckende Zahlen zutage. Britische Wissenschaftler rund um Corinne Le Quéré haben herausgefunden, dass die Erderwärmung bereits in drei Jahrzehnten ein kritisches Stadium erreichen könnte. Die Ergebnisse wurden im Vorfeld des Klimagipfels der Vereinten Nationen in New York veröffentlicht.

Welche konkreten Zahlen nennt die Studie zur Erderwärmung?

Als kritisch für das globale Klima und damit auch für die Menschen gilt eine Erhöhung der weltweiten durchschnittlichen Jahrestemperatur um zwei Grad Celsius im Vergleich zur Zeit vor Beginn der industriellen Revolution. Wenn die Menschen ihren Ausstoß an Treibhausgasen nicht drastisch reduzieren, könnte dieser Schwellenwert bereits vor der Mitte des 21. Jahrhunderts überschritten werden. Ein Überspringen des Schwellenwerts bei der Temperatur gilt als unwahrscheinlich, wenn der Kohlendioxidausstoß der Menschheit zusammen genommen rund 3.700 Milliarden Tonnen nicht überschreitet. Doch das scheint angesichts der aktuellen Werte kaum machbar. Die britischen Wissenschaftler haben ausgerechnet, dass die Menschheit nur noch einen Ausstoß von 1.200 Milliarden Tonnen Kohlendioxid bis zum Erreichen des kritischen Werts „übrig“ hat.

Wie entwickelt sich der Kohlendioxidausstoß?

Allein im Jahr 2013 wurden durch die Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen sowie die Zementherstellung rund 36 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben. In diesen beiden Branchen ist der mit 2,3 Prozent größte Anstieg bei der Abgabe von Treibhausgasen zu beobachten. Den Spitzenplatz beim CO2-Ausstoß belegt China mit 27,7 Prozent. Interessanterweise verursachen die USA mit 14,4 Prozent nur reichlich die Hälfte dieses Werts. Die gesamte Europäische Union trägt mit 9,7 Prozent zum jährlichen CO2-Ausstoß bei. Die europäischen Länder erweisen sich als vorbildlich, denn dort sind die Emissionswerte rückläufig. Ein Ziel des UN-Klimagipfels wird deshalb die Vorbereitung eines Weltklimavertrags sein, der beim nächsten Gipfeltreffen in Paris im Jahr 2015 unterzeichnet werden soll.