Grippeschutz für gesetzlich Pflichtversicherte wird ab 2018 verbessert

Die Grippesaison 2017/2018 war ziemlich heftig. In Deutschland wurden rund 970 Todesfälle durch die echte Virusgrippe verursacht. Auch die Wirtschaft und die Budgets der Krankenkassen haben erheblich gelitten. Deshalb soll ab der Saison 2018/2019 die Grippeschutzimpfung auch für Pflichtversicherte der gesetzlichen Krankenkassen verbessert werden.<7strong>

Insgesamt sorgte die Grippewelle 2018 dafür, dass mehr als 51.000 Patienten mit einer echten Virusgrippe zur stationären Behandlung in Kliniken eingewiesen werden mussten. Nach den offiziellen Angaben des Robert-Koch-Instituts gab es bisher rund 300.000 gemeldete Influenza-Fälle. Inzwischen ist aber der Höhepunkt der Grippewelle überschritten.

Wieso ist die Grippebilanz 2018 so hoch?

Bei der Grippeimpfung werden stets bestimmte Erregertypen bei der Zusammenstellung des Impfstoffs berücksichtigt. Dabei dienen die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Ständigen Impfkommission der Bundesrepublik Dautschland als Grundlage, die wiederum auf der Basis der Wahrscheinlichkeit des Auftretens bestimmter Erregertypen erarbeitet werden. In der Regel sind diese Empfehlungen auch zutreffend. In der Grippesaison 2017/2018 gab es jedoch eine Besonderheit, denn nur der Vierfach-Wirkstoff erwies sich als zuverlässig. Allerdings erhielten die Pflichtversicherten der gesetzlichen Krankenkassen nur einen Dreifach-Wirkstoff, der gegen die Viren der diesjährigen Saison nicht wirkte. Rund drei Viertel aller registrierten Grippefälle wurden durch einen Influenza-B-Erreger der Yamataga-Linie verursacht.

Was soll sich ab 2018 bei der Grippeimpfung ändern?

Der Dreifach-Impfstoff kam bei den gesetzlich Versicherten deshalb zum Einsatz, weil nur rund die Hälfte der Kosten des Vierfach-Impfstoffs kostet. Diese Sparpolitik wurde für die gesetzlichen Krankenkassen in der Saison 2017/208 zum Bumerang, denn durch die große Zahl der Erkrankten fielen die Behandlungskosten sehr hoch aus. Der Gesundheitsausschuss der Bundesregierung hat nun beschlossen, dass ab der Saison 2018/2019 nun auch die in den gesetzlichen Krankenkassen Pflichtversicherten generell den Vierfach-Impfstoff erhalten sollen, ohne dafür Zuzahlungen leisten zu müssen. Er deckt ein breiteres Spektrum der Typen der Grippeviren ab, wodurch die Anzahl der Krankheitsfälle reduziert werden kann. Bisher fehlten die Beweise, dass der Vierfach-Impfstoff tatsächlich besser als der Dreifach-Impfstoff wirkt. Dieser Beweis liegt sein der Grippesaison 2017/2018 vor.

Quelle: ARD