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Fußballstadien können entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten

Weltkugel mit Baum

Alle Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien sind gefragt. Auch die Fußballvereine der Premier League und der Bundesliga müssen dazu beitragen.

Nicht nur die politische Lage in der Welt erfordert einen schnellen Ausstieg aus der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen. Die Ereignisse der letzten Tage beweisen, dass Erdgas- und Erdöllieferungen aus dem Osten jederzeit ausfallen können. Die Kompensation wird als möglich bezeichnet, ist aber mit einigen Hürden verbunden. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer forderte die Bundesregierung deshalb bereits auf, über eine Verlängerung der Laufzeit der Kernkraftwerke nachzudenken. Aber auch dem Klimaschutz kommt eine große Bedeutung zu. Einige der sogenannten Klimakippfaktoren wurden bereits aktiviert. Das beweist allein schon ein Blick auf die Entwicklung der Gletscher und regional zunehmend austrocknende Binnenseen (beispielsweise Tschadsee und Aralsee).

Wer kann und muss zur Energiewende beitragen?

Gefragt bei der Nutzung erneuerbarer und klimafreundlicher Energien sind nicht nur Energieversorger und Immobilieneigentümer. Auch die weltweit agierenden Fußballvereine können einen Beitrag leisten. Was dort möglich ist, zeigt ein Blick auf die Nachhaltigkeitstabelle der Sport Positive Summit (Vereinte Nationen) und dem Fernsehsender BBC Sport, die regelmäßig unter dem Titel Green League veröffentlicht wird. Die Spitzenplätze in dieser Tabelle haben sich die Kicker aus Liverpool und Tottenham mit 23 von 24 möglichen Punkten gesichert. Wer Premier League Sportwetten auf das Fußballerteam aus Tottenham abschließt, setzt auf eine Mannschaft, die mit Bussen unterwegs ist, deren Antriebe Biokraftstoff als Energielieferant verwenden. Liverpool setzt stattdessen auf nachhaltigen Kraftstoff, der für Flugzeugtriebwerke entwickelt wurde. Die Kickerteams von Manchester City und Southampton durften sich 2021 ebenfalls mit 21 Punkten über ein gutes Ranking bei der umwelt- und klimafreundlichen Umsetzung ihres Sports freuen. Am schlechtesten schnitt in Großbritannien das Fußballteam aus Newcastle mit gerade einmal 10 Punkten ab.

Viele Fußballvereine aus Deutschland sind ebenfalls vorbildlich

Ein Beispiel bietet die Bundesligamannschaft SC Freiburg. Bereits das Dreisamstadion war ab Mitte der 1990er Jahre mit einer Solaranlage ausgestattet. Zuletzt lieferte die rund 22.000 Quadratmeter große Solaranlage eine Jahresleistung von 335.000 Kilowattstunden. Hinzu kommen die Dachflächen die Hallen des dazugehörigen Sportclubs sowie die Dächer der Fußballschule des SC Freiburg. Auch das neue Europa-Park-Stadion, das dem SC Freiburg künftig als Austragungsort für Heimspiele dienen wird, verfügt über eine Solaranlage. Ihre technische Kapazität liegt bei 2,3 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Sie liefert auch den Strom für die Ladestationen für E-Autos und E-Bikes auf dem Stadionparkplatz.
Als gutes Vorbild für die Nutzung erneuerbarer Energien dient ebenfalls der SV Werder Bremen, der mit der Zeit in der Bundesliga den Rekord unter allen deutschen Kickerteams hält. Er trägt seiner Heimspiele im Weserstadion aus. Dort begann die Bestückung des Stadiondachs mit Solaranlagen im Jahr 2008. Mittlerweile verfügt es auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern über Photovoltaikmodule.
Pluspunkte bei der Nutzung der Sonnenergie sammelt beispielsweise auch der Bundesligist Borussia Dortmund. Der Dortmunder Signal Iduna Park (auch Westfalenstadion genannt) beherbergt auf seinem Dach seit 2011 ebenfalls eine Photovoltaikanlage, aus rund 9.000 Modulen besteht.

Quelle: BBC, Handelsblatt, Stadionwelt