E-Book-Autoren künftig nach gelesenen Seiten bezahlt?

Das zumindest plant der Versandhändler Amazon für sein Verleihgeschäft. Im vergangenen Jahr wurde die E-Book-Flatrate Kindle Unlimited eingeführt. Für einen monatlichen Grundpreis können die Nutzer sich beliebig viele E-Books im Monat ausleihen. Auch die Kindle Owners‘ Lending Library (KOLL) soll neue Bedingungen für Autoren erhalten. Mit dieser können Amazon-Prime-Kunden kostenlos E-Books ausleihen.

Amazon will E-Book-Autoren nach gelesenen Seiten bezahlen

Bisher sah die Vorgehensweise so aus, dass die Einnahmen aus dem Verleihgeschäft auf die Zahl der ausgeliehenen Bücher verteilt wurden. Mit den Änderungen, die am 01. Juli 2015 in Kraft treten sollen, soll die Bezahlung der Autoren sich nach den vom Nutzer gelesenen Seiten bemessen.

Das heißt, dass ein Buch, das nur 80 Seiten lang ist, mit einem geringeren Satz bewertet wird, als ein Buch mit 300 Seiten Stärke. Auch sollen Bücher, deren Lesen man bereits nach wenigen Seiten abbricht, mit weniger Entgelt entlohnt werden, als ein Buch, das der Leser bis zum Ende liest.

Amazon will mit Bezahlung nach Seitenzahlen Autorenwunsch nachkommen

Amazon selbst gibt an, dass man mit diesen Bedingungsänderungen dem Wunsch der Autoren folge, die ihre Bücher über Kindle Unlimited zur Verfügung stellen. Die Änderungen gelten jedoch nur im Verleihgeschäft, wer an diesem nicht teilnimmt, der muss auch nicht mit Änderungen bei der Vergütung rechnen.

Für den Kunden selbst ändert sich ebenfalls nichts. Ihm wird nur einmal mehr deutlich gemacht, wie genau Amazon darüber Bescheid weiß, was man wann und wie lange liest.

Quelle: Heise