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Der Klimawandel und die Arbeitswelt der Zukunft: Resultate einer Studie

Weltkugel mit Baum

Es ist ein Fakt, dass der Klimawandel die Arbeitswelt der Zukunft verändert. Doch bedeutet das auch eine Reduzierung der Zahl der Arbeitsplätze?

Zwischen dem Klimawandel und der Arbeitswelt der Zukunft bestehen enge Zusammenhänge. In einigen Bereichen sind tatsächlich Arbeitsplätze bedroht. Doch die Wirtschaftsforscher/-innen von Deloitte kam in einer aktuellen Studie zu dem Schluss, dass die dort drohenden Verluste vom Potenzial für neu entstehende Arbeitsplätze in anderen Bereichen übertroffen werden.

Welche Branchen trifft die Notwendigkeit des Klimaschutzes am meisten?

Weltweit sind etwa 800 Millionen Jobs von den Maßnahmen zum Schutz des globalen Klimas in Form einer massiven Reduzierung der CO2-Emmissionen betroffen. In einigen Branchen ist das Risiko von Arbeitsplatzverlusten überdurchschnittlich hoch. Beispiele dafür sind der Bergbau, die Energiewirtschaft sowie die Landwirtschaft und die energieintensive Schwerindustrie. Außerdem gibt es regionale Unterschiede. Die größten Risiken für Arbeitsplatzverluste schätzen die Wirtschaftswissenschaftler/-innen von Deloitte in Asien und Afrika sowie in den Anrainerstaaten des südlichen Pazifiks ein. Gleichzeitig gibt es dort erhebliche Chancen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Deloitte geht davon aus, dass ein allein rund um den Südpazifik und in Afrika rund 250 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen können.

Weiterbildungen sind ein Muss in der Arbeitswelt der Zukunft

In anderen Regionen wird sich die Arbeitswelt durch eine Anpassung an die neuen Bedingungen verändern. Das wirkt sich vor allem auf die Inhalte der einzelnen Berufsbilder aus. Nach den Resultaten der Studie bringen die Fachkräfte aktuell bereits rund 80 Prozent des in Zukunft notwendigen Wissens mit. Komplexe Umschulungen sind also für die notwendigen Anpassungen nicht erforderlich, sondern in den meisten Fällen reichen Weiterbildungen für den Erhalt der Arbeitsplätze aus. Allerdings müssen die Vorbereitungen dafür zeitnah beginnen. Das gilt genauso für die Anpassung der Lehrpläne und Lerninhalte bei den grundlegenden Berufsausbildungen an die Herausforderungen einer emissionsarmen Arbeitswelt der Zukunft.
Möglich ist das wiederum nur bei frühzeitigen und verlässlichen politischen Entscheidungen. Außerdem müssen die Unternehmen jetzt schon klare Zwischenziele definieren, um ihre Belegschaft mit Weiterbildungen gezielt und rechtzeitig auf die Veränderungen durch den Klimawandel und die Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz vorbereiten zu können. Eine gut koordinierte Planung und Umsetzung kann die anderenfalls drohenden wirtschaftlichen Verluste von (geschätzten) knapp 180 Billionen Dollar in den nächsten 50 Jahren sogar in ein gesundes Wachstum der wirtschaftlichen Leistung der gesamten Welt umwandeln.

Quelle: Deloitte