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Florida kämpft mit Wind und Regen von Hurrikan Ian

Cars driving on a flooded road during a by heavy rain,

Hurrikan Ian hat in der Nacht die Südspitze von Florida erreicht. Schon jetzt zeichnen sich katastrophale Schäden ab.

Bereits in Kuba hat der Hurrikan Ian massive Schäden hinterlassen. Dort fiel landesweit der Strom aus und die Behörden arbeiten aktuell noch immer an der Wiederherstellung der Stromversorgung. Stellenweise brachte der Wirbelsturm in Kuba binnen weniger Stunden bis zu 400 Liter Regen pro Quadratmeter und löste Sturzfluten und Schlammlawinen aus. Sehr stark von den Schäden betroffen war auch die bekannteste Anbauregion für Tabak in Kuba, Pinar del Rio. Auf seinem Weg nach Florida hat sich Hurrikan Ian weiter verstärkt, wie aus den Daten des National Hurricane Center (NHC) in Miami hervorgeht.

Was erwartet Florida durch Hurrikan Ian?

Nach den derzeitigen Prognosen wird Hurrikan Ian einigen Regionen in Florida bis zu 600 Liter Regen pro Quadratmeter binnen kürzester Zeit bringen. Die Meteorologen des NHC sowie die Katastrophenschutzbehörden gehen davon aus, dass es in Florida zu großflächigen Überschwemmungen kommen wird. Erste Gebiete waren bereits am Dienstagabend (27. September 2022) betroffen. Die Sturmböen erreichen Spitzenwerte von bis zu 200 Kilometern pro Stunde. Nach den aktuellen Berechnungen wird der Hurrikan Ian Florida fast vollständig in Mitleidenschaft ziehen. Selbst im Norden besteht nach den Daten des NHC ein Überflutungsrisiko von 40 Prozent.
In seinem Umfeld muss zusätzlich mit der Bildung von Tornados gerechnet werden. Erste Tornados wurden bereits zu Beginn des Landfalls beobachtet. Sie richteten beispielsweise am North Perry Airport Schäden an den dort stehenden Flugzeugen an. Kurz vorher raste ein Tornado durch das Umfeld von Cooper City. Aus Key West wurde eine Sturmflut gemeldet. Sie erreichte eine Höhe, die dem dritthöchsten Wert der letzten Jahre entspricht.
Deshalb wurden vorsorglich umfangreiche Evakuierungen angeordnet. Schulen, Vergnügungsparks, Supermärkte und zahlreiche andere Einrichtungen wurden vorsorglich geschlossen. Die Ausläufer des Hurrikans werden auch die US-Bundesstaaten Georgia und South Carolina treffen. Das ist voraussichtlich am Freitag (30. September 2022) der Fall.

Der nächste potenzielle Hurrikan lauert schon über dem Atlantik

Mit Sorge blicken die Meteorologen derzeit auf eine Formation, die sich einige Hundert Kilometer westlich der Cabo Verde Islands aufbaut. Dort schätzt das National Hurricane Center ein, dass daraus in den nächsten 48 Stunden ebenfalls ein Hurrikan wird. Die Wahrscheinlichkeit für eine solche Entwicklung liegt nach den aktuellen Prognosen bei 80 Prozent. Mexiko und die anderen Länder in der Karibik werden auch aus dem Westen bedroht. Über dem Pazifik wurden gleich zwei Wetterfronten ausgemacht, die sich ebenfalls zu Hurrikanen entwickeln können. Bei dem System in der Nähe der mexikanischen Südküste liegt die Wahrscheinlichkeit für die Einstufung als Hurrikan bei 60 Prozent und für die nächsten 5 Tage sogar bei 80 Prozent. Etwa 1000 Meilen weiter westlich bildet sich eine Formation, die sich nach den meteorologischen Berechnungen mit einer 40-prozentigen Wahrscheinlichkeit zu einem Hurrikan aufbauen wird.

Quelle: National Hurricane Center (NOAA), Miami Herald, CNN