Der Klimawandel lässt grüßen: Tornadoserie wütet in den USA

Nach den Daten des amerikanischen Storm Prediction Centers hat es in den USA binnen 30 Tagen mehr als 500 Tornados gegeben. Die Tornadoserie hält aktuell noch an.

Ein Ende der Tornadoserie in den USA ist nach den Prognosen der nationalen Wettbehörde noch nicht abzusehen. Es sind weiterhin Unwetterwarnungen in zahlreichen Regionen in Kraft. In diesen Gebieten leben rund 39 Millionen Menschen. Von den Tornados seit Beginn der vorletzten Maiwoche 2019 waren bisher mehr als ein Dutzend US-Bundesstaaten betroffen.

Wird es weitere Tornados in den USA geben?

Das größte Risiko für die Bildung von Tornados besteht aktuell in den US-Bundesstaaten Illinois, Iowa und Missouri. Dort werden im Umfeld der Gewitterzellen am Nachmittag und Abend des 29. Mai 2019 bis zu 75 Liter Regen pro Stunde erwartet. Auch am Donnerstag kann von einer kompletten Entwarnung ebenfalls noch keine Rede sein. Die Schneise der erhöhten Unwettergefahr zieht sich in einem Bogen von Arizona im Südosten bis nach Delaware im Nordwesten. Vielerorts wird es extreme Hochwasser geben. Für den Arkansas-River werden stellenweise Pegel von mehr als 12 Metern erwartet. Diese Angabe machten die lokalen Katastrophenschutzbehörden gegenüber dem Nachrichtensender CNN. Sie betonten, dass das der höchste Pegelstand wäre, der seit Beginn der Aufzeichnungen jemals am Arkansas-River registriert wurde. Einen solchen Pegelstand könnte es mit einer Verzögerung von einer Woche am 5. Juni 2019 in Pine Bluff geben. Das heißt, selbst wenn die Tornadoserie sofort endet, werden die Folgen die Menschen in den betroffenen Regionen noch einige Zeit beschäftigen. Ähnlich extreme Hochwasser erwarten die Katastrophenschutzbehörden auch am Fox River in Missouri und am Des Moines River in Iowa. In Kansas City wurde bei den bisherigen Niederschlagsmengen im Mai ein Jahrhundertrekord übertroffen.

Auch Reisende sind von den Auswirkungen der Tornadoserie betroffen

Durch die Tornadoserie wurden allein seit Wochenbeginn mehrere Tausend Flüge in Mitleidenschaft gezogen. Der International Airport Kansas City musste von Dienstagabend bis zum Mittwochmorgen komplett schließen, nachdem ein Tornado Trümmer von zerstörten Häusern auf die Start- und Landebahnen geweht hatte. Am International Airport in Chicago mussten mehr als 150 Flüge gestrichen werden. Weitere 900 Flüge starteten oder landeten mit erheblichen Verspätungen. Die beiden internationalen Flughäfen in New Jersey und New York City verzeichneten kann 800 verspätete Starts und Landungen.

Quelle: CNN, NY Times, National Weather Service