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Dauernder Stress – mit Heilpflanzen lässt er sich behandeln

Dauernder Stress ist heute keine Seltenheit mehr. Das Leben ist von Hektik und Stress nur so geprägt und auf Dauer macht uns anhaltender Stress sogar krank. Doch wie kommt es im Körper zu Stress, zu Unruhe oder Aktivität? Verantwortlich dafür sind der Sympathikus und der Parasympathikus. Die beiden Teile gehören zum vegetativen Nervensystem.

Der Sympathikus ist bei Stress und Unruhe aktiv und sorgt dafür, dass wir Stress empfinden oder aktiv werden bzw. uns zur Flucht entscheiden. Wollen wir zur Ruhe kommen, muss der Parasympathikus aktiviert werden. Er sorgt dafür, dass unser Herz langsamer schlägt und wir zur Ruhe kommen. Um dem Stress zu entgehen und den Parasympathikus anzuregen, können verschiedene Hausmittel und Heilpflanzen verwendet werden.

Lavendel löst die innere Anspannung und Stress

Lavendel gehört zu eben diesen Heilpflanzen, die bei Stress gerne eingesetzt werden. Schon seit dem Mittelalter weiß man um die beruhigende Wirkung der Pflanze. Insbesondere das Öl des Lavendels ist dabei sehr beliebt. Es soll Stoffe enthalten, die Ängste lösen können und zudem soll es beim Einschlafen helfen. Die Wirksamkeit von Lavendel wurde sogar in Studien belegt.

Eingesetzt wird die Heilpflanze auf vielfältige Art. Wer beispielsweise unter Demenz leidet, kann eine Kompresse, die mit Lavendel getränkt ist, zur Beruhigung auflegen. Vor dem Schlafengehen kann ein Lavendelbad dabei helfen, die nötige Bettschwere zu erreichen und das Einschlafen fördern. Dafür gibt man einfach fünf Tropfen reinen Lavendelöls auf etwas Milch und fügt das Ganze dem Bad zu. Da Öl und Milch miteinander emulgieren, kann sich die Mischung im Badewasser ideal verteilen.

Allerdings wirkt das Bad nicht bei jedem beruhigend, auf einige Menschen hat es auch eine anregende Wirkung. In diesem Fall sollte nur ein Fußbad genommen werden oder man vermischt das Lavendelöl mit etwas Sonnenblumenöl oder anderen neutralen Ölen. Damit lassen sich auch die Füße gut massieren und über die Haut werden die beruhigenden Wirkstoffe sehr schnell aufgenommen. In der Folge sind Angstzustände und innere Anspannung meist deutlich verringert.

Johanniskraut macht glücklich

Doch nicht nur gegen Stress ist ein Kraut gewachsen, sondern können Heilpflanzen auch bei einer allgemeinen Antriebslosigkeit, depressiven Verstimmungen und einer traurigen Grundstimmung helfen. Hier wird vor allem das Johanniskraut gerne genannt, das im Spätsommer geerntet wird. Man geht davon aus, dass die Heilpflanze in der Lage ist, das Sonnenlicht zu speichern und es in Form von Tee verzehrt wieder abgeben zu können. Insbesondere bei den Winterdepressionen wird deshalb ein Johanniskraut-Tee empfohlen. Präparate auf Basis von Johanniskraut aus der Apotheke sollten dagegen mit Vorsicht genossen werden. Sie sind hoch dosiert und können insbesondere bei der gleichzeitigen Einnahme mit anderen Medikamenten zu Wechselwirkungen bei diesen führen.

Das Johanniskraut wirkt sich vor allem auf den Serotoninhaushalt im Körper aus, dadurch wirkt es stimmungsaufhellend. Allerdings wird von ihm auch ein Enzym aktiviert, welches verantwortlich für den Abbau von Medikamentenbestandteilen ist. Daher können diese zusätzlich eingenommenen Medikamente unter Zugabe von Johanniskraut oft nicht mehr richtig wirken. Besonders die Antibabypille, Blutverdünner, aber auch Antidepressiva sind davon betroffen. Daher ist es ratsam, die Präparate aus der Apotheke nur in Absprache mit dem Arzt einzunehmen.

Weitere beruhigende Heilpflanzen gegen Stress

Zu den Heilpflanzen, die eine beruhigende Wirkung haben, gehört ebenfalls der Hopfen. Wird er mit der Passionsblume und Baldrian zu einem Tee verarbeitet und vor dem Schlafengehen getrunken, so kann damit ein ruhiger und erholsamer Schlaf gefördert werden. Allerdings sollte der Tee regelmäßig getrunken werden, damit die Wirkung sich voll entfalten kann.

Wer tagsüber unter einer nervösen Unruhe leidet, sollte mit einem Melissen-Tee dagegen vorgehen. Dieser kann schon am Morgen getrunken werden und lindert die nervöse Unruhe.

Wichtig bei all diesen Tees ist aber, dass sie ihre Wirkung erst entfalten können, wenn sie wenigstens eine Woche lang regelmäßig getrunken werden. Das hat für den Körper gleich noch einen zusätzlichen Vorteil: Durch den regelmäßigen Teegenuss kann er sich auf die jetzt bevorstehende Ruhephase einstellen.