Buchpreisbindung für E-Books kommt ab September

Das Leseverhalten der Deutschen hat sich geändert. Darauf will jetzt auch die Bundesregierung reagieren und hat im Bundestag beschlossen, die Buchpreisbindung auch für E-Books einzuführen. Die Verlage werden damit verpflichtet, einen verbindlichen Ladenpreis auch für die elektronischen Bücher festzulegen. Die Buchpreisbindung soll damit für sämtliche Buchverkäufe in Deutschland, aber auch für grenzüberschreitende Buchverkäufe aus dem Ausland gelten, sofern die Bücher an Verbraucher in Deutschland verkauft werden. Die neuen Regeln sollen ab 01. September 2016 in Kraft treten.

Buchbranche soll durch E-Book-Buchpreisbindung gestärkt werden

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erklärte, dass man mit der Gesetzesänderung ein „klares Zukunftssignal für die Buchbranche“ setze. Man werde die Preisbindung an das veränderte Leseverhalten der Deutschen anpassen.

Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels angab, wurde die Preisbindung schon in der Vergangenheit auch auf E-Books angewendet. Allerdings fehlte in dem seit 2002 geltenden Gesetz zur Buchpreisbindung bisher ein expliziter Hinweis darauf, wie mit E-Books umzugehen sei.

Buchpreisbindung für E-Books mit großer Mehrheit beschlossen

Die Buchpreisbindung für E-Books wurde im Bundestag mit großer Mehrheit beschlossen. Lediglich die Linken enthielten sich, Gegenstimmen gab es dagegen gar nicht. Uwe Beckmeyer, Wirtschaftsstaatssekretär, begründete die Neuregelungen damit, dass die digitale Entwicklung rasant voranschreite. Auch Matthias Heider, Unionsabgeordneter, erklärte, dass man mit den Neuregelungen Rechtssicherheit für Verlage und Handel schaffe.

Quelle: dpa