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British Airways rationiert Kurzstreckenflüge

Airplane landing at sunset

Wegen Personalmangels hat der Flughafen Heathrow die tägliche Passagierzahl im Sommer auf maximal 100.000 festgesetzt. Jetzt reagiert auch British Airways und rationiert sein Angebot an Kurzstreckenflügen. Davon dürften vor allem Urlauber betroffen sein.

Die IAG-Tochter British Airways verkauft vorerst keine Tickets mehr für Kurzstreckenflüge am Flughafen London-Heathrow, dem wichtigsten Flughafen des Landes. Bis zum 08. August gilt die Maßnahme vorerst, wie aus einem Bericht der BBC hervorgeht.

Chaotische Szenen und stundenlanges Warten

Vor allem am Flughafen London-Heathrow kam es in den vergangenen Wochen vermehrt zu stundenlangen Wartezeiten und teils chaotischen Szenen. Aber auch andere Airports in Großbritannien und der EU waren von ähnlichen Auswirkungen betroffen. So konnten Reisende ihr Gepäck teilweise erst mit großer Verspätung abholen.

Hintergrund sind einmal mehr die fehlenden Arbeitskräfte sowohl bei der Abfertigung als auch in der Sicherheitskontrolle sowie weiterhin Corona-Infektionen unter der Belegschaft. Zum Arbeitskräftemangel kam es auch aufgrund des Stellenabbaus während der Coronapandemie.

Obergrenze für Passagierzahlen

Aufgrund der anhaltenden Problematik hat jetzt der Flughafen London-Heathrow eine Obergrenze von 100.000 abfliegenden Passagieren pro Tag festgesetzt. Diese gilt vorerst bis zum 11. September 2022. Als größte Fluglinie in Heathrow ist British Airways von dieser Maßnahme besonders stark betroffen. Bis Oktober hat die Airline im aktuellen Flugplan fast 30.000 Flüge gestrichen.

Seit Bekanntgabe der Obergrenze der Passagierzahlen in Heathrow sind allerdings einem Bericht der „Times“ zufolge die Flugpreise an anderen Londoner Flughäfen, wie etwa Gatwick, deutlich nach oben geklettert. Die Airline selbst sprach von einer „vernünftigen“ Reaktion auf die Beschränkungen. Zudem hat sie mehr Umbuchungsoptionen für bereits gebuchte Kunden zur Verfügung gestellt. Da die Begrenzungen über die Sommerferien gelten, dürften sie allerdings vor allem Touristen und Urlauber treffen.

Quelle: dpa