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Ausland: Kalifornien kämpft gegen Corona und Buschfeuer

Forest fire in the Courel range

Für die Firefighter in Kalifornien hat die Hochsaison begonnen. Durch Gewitter wurden am Wochenende einige größere Buschfeuer ausgelöst.

In den letzten Jahren sorgten die Buschfeuer in Kalifornien immer wieder für Schlagzeilen. Dabei wurden riesige Waldflächen vernichtet. Nun sieht es so aus, als ob sich die Reihe verheerender Buschfeuer im Jahr 2020 fortsetzt. Das zeigt ein Blick auf die aktuellen Daten, die das California Fire Department offiziell meldet.

Wie ist die momentane Lage am Apple Fire?

Das Apple Fire wurde am 31. August 2020 im Osten von Los Angeles in den Bergen zwischen Banning und Yucaipa entdeckt. Es griff rasend schnell um sich und hat bereits eine Fläche von rund 20.500 Acres (umgerechnet etwa 83 Quadratkilometer) vernichtet. Im Laufe des Sonntags mussten erste Evakuierungen angeordnet werden. Eine Entspannung der Lage ist zumindest wettertechnisch nicht in Sicht. Bis Mittwoch prognostizieren die Meteorologen für die Region Los Angeles Trockenheit und Temperaturen um die 30 Grad Celsius. Lediglich am Donnerstag besteht eine geringe Hoffnung auf hilfreiche Regentropfen.
Um die Lage schnell in den Griff zu bekommen, arbeiten die lokalen Feuerwehren beim Apple Fire mit einem immensen personellen und technischen Aufgebot. Bereits am Wochenende waren mehr als 1.300 Firefighter vor Ort. Sie bekommen umfangreiche Unterstützung aus der Luft. Dennoch ist die Bilanz noch sehr schlecht. Bis zum Sonntag konnten gerade einmal 5 Prozent der Flammenwände unter Kontrolle gebracht werden. Doch das Apple Fire ist nicht das einzige Problem. Auch anderen Regionen von Kalifornien brennt es an vielen Stellen, nachdem Blitzeinschläge trockene Bäume entzündet haben. Beispiele dafür sind das Pond Fire, das Beale Fire und das Sites Fire.

Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Kalifornien stark steigend

Doch nicht nur die Buschbrände machen Probleme. In den USA sieht die Entwicklung bei COVID-19 deutlich schlechter aus als vergleichsweise in Europa. In Kalifornien wurden am ersten Augustwochenende erstmals mehr als 200 Todesopfer binnen eines Tages gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der COVID-19-Opfer allein in diesem US-Bundesland auf rund 9.400. Die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Coronakrise angesteckt haben, wird vom kalifornischen Government inzwischen mit mehr als einer halben Million Betroffener angegeben. Allein in Los Angeles haben sich bisher rund 192.000 Menschen angesteckt. Die Tendenz in den letzten drei Wochen ist stark steigend. Deshalb hob Gouverneur Gavin Newsom auch einige Lockerungen zurück. So mussten beispielsweise Kinos, Zoos, Museen und gastronomische Einrichtungen wieder schließen. Newsom fährt bei der Bekämpfung des Coronavirus eine ähnliche Strategie wie Deutschland und macht die Lockerungen von den regionalen Entwicklungen in den einzelnen Countys abhängig.

Quelle: California Fire Department, California Government, JHU