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Verantwortung des Einzelnen ist in der Coronakrise ein Muss!

Attention coronavirus COVID 19

Leider gibt es deutliche Mängel beim Verantwortungsbewusstsein vieler Menschen in der Coronakrise. Das erkennt inzwischen jeder, der seine Umgebung aufmerksam beobachtet.

Sind Bußgelder als Strafe für die Nichteinhaltung der Schutzmaßnahmen in der Coronakrise tatsächlich notwendig? Sollte nicht eigentlich die pure Vernunft der Menschen dafür sorgen, dass Alltagsmasken getragen, Hände desinfiziert und Abstände eingehalten werden? Leider zeigt die Praxis ein anderes Bild. Wir decken deshalb einige Schwachstellen auf und appellieren nachdrücklich an Ihr Verantwortungsbewusstsein. Nur wenn jeder Mensch bereit ist, im Alltag kleine Kompromisse einzugehen, kann eine noch schlimmere Infektionswelle wie im Frühjahr verhindert werden!

Wo gibt es aktuell Schwachstellen beim Schutz gegen COVID-19?

Ein erheblicher Risikofaktor ist die nicht sachgerechte Handhabung der Alltagsmasken. Im Handel, in den Wartezimmern der Ärzte und in den öffentlichen Verkehrsmitteln steigt die Zahl der Menschen, bei denen die Alltagsmaske unter der Nase hängt. Sicher ist der Mund-Nasen-Schutz bei der sommerlichen Wärme lästig, aber er kann seine Schutzwirkung nur entfalten, wenn er Mund und Nase bedeckt. Busfahrer/innen müssen sich teilweise böse beschimpfen lassen, wenn sie nachlässige Fahrgäste auf die Maskenpflicht hinweisen. Viele haben deshalb bereits resigniert, um sich diesen Stress zu ersparen. Lassen Sie uns gemeinsam die Frauen und Männer unterstützen, die jeden Tag dafür sorgen, dass wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln pünktlich ans Ziel kommen! Sprechen Sie auch im Interesse Ihrer eigenen Gesundheit Fahrgäste an, bei denen die Alltagsmaske nicht korrekt sitzt! Beziehen Sie verbal Position, wenn andere Fahrgäste die Fahrerinnen und Fahrer beschimpfen! Das gilt natürlich genauso im Handel und in den Arztpraxen.
Beim Gang durch mehrere Einkaufszentren sind uns zudem einige Kunden aufgefallen, deren Alltagsmasken man auf den ersten Blick ansieht, dass sie nicht nach jedem Gebrauch gewaschen werden. Auch im Umgang mit solchen nachlässigen Zeitgenossen ist Zivilcourage gefragt und das nicht nur bei den Mitarbeitern des Handels. Freunde, Nachbarn und Bekannte solcher Menschen sollten den Mut haben, das Problem offen anzusprechen. Das ist wichtig, denn mehrfach ohne zwischenzeitliche Desinfektion verwendete Alltagsmasken sind „Virenschleudern“. Sie verteilen nicht nur die Coronaviren, sondern werden spätestens im Herbst zu einem idealen Nährboden für Grippeviren.

Abstandsregeln sind unpraktisch, aber sie sind als Schutz unverzichtbar!

Die Mehrheit der Menschen hat sich an die Abstandsregeln gewöhnt und wendet sie automatisch und ganz bewusst an. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Haben Sie den Mut und sprechen Sie beispielsweise unvernünftige Kunden an, die Ihnen an der Kasse im Supermarkt förmlich „im Nacken hängen“. Fordern Sie diese ruhig und höflich auf, sich an die Abstandsregeln zu halten. Tun diese Kunden das nicht, üben Sie leichten Druck auf die Einkaufswagen der Drängler aus, nachdem Sie sich überzeugt haben, dass es sich nicht um körperbehinderte Kunden handelt und Sie mit Ihrer Aktion auch keine Kinder verletzen können. Bitte denken Sie daran, dass diese neue Form der Zivilcourage Ihre eigene und die Gesundheit der anderen Kunden schützt!

Warum richten wir diesen Appell an unsere Leser?

Eine zweite Welle von Infektionen mit dem Coronavirus ist längst keine bloße Theorie der Infektiologen mehr. Die Zahl der Neuinfektionen steigt nicht nur im Ausland deutlich an. Deutschland hatte über mehrere Wochen hinweg zwischen 200 und 300 Neuinfektionen pro Tag. Am 6. August 2020 meldete das RKI erstmals wieder mehr als 1.000 Neuinfektionen binnen eines Tages. Daran sind nicht nur Lockerungen der Veranstaltungsverbote und der Reisebeschränkungen sowie lokale Infektionsherde schuld. Natürlich spielt auch die Tatsache eine Rolle, dass sich seit einigen Tagen Urlauber nach der Ankunft aus dem Urlaubsland direkt an den Flughäfen kostenlos testen lassen können. Aber die Nachlässigkeiten im Umgang mit den Schutzmaßnahmen machen sich bei den Zahlen ebenfalls bemerkbar.

Helfen Sie dabei, Ansteckungsrisiken auszuschalten, damit die in einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Redaktion „Spiegel“ von 82 Prozent der Menschen in Deutschland befürchteten, erneuten Verschärfungen der Schutzmaßnahmen nicht kommen müssen! Sie schaden der Wirtschaft massiv und bringen weitere Arbeitsplätze in Gefahr. Deutschland verfügt nicht über die finanziellen Reserven, um noch einmal ein so umfangreiches Hilfspaket auflegen zu können. Außerdem schadet es der Bildung und der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen massiv, wenn erneut Kitas und Schulen durch eine deutliche Erhöhung der Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus geschlossen werden müssen.

Pure Logik fordert während der Coronakrise Kompromisse

Auch wenn wieder Zuschauer in den Fußballstadien erlaubt werden und wir volles Verständnis für die Fans und die Einkommensnöte der Fußballvereine haben, bitten wir Sie, auf den Stadionbesuch zu verzichten! Auf den Rängen lassen sich die Abstandsregeln vielleicht einhalten, doch was ist an den Eingängen und in den Verkehrsmitteln, mit denen die Fans anreisen? Dabei geht es nicht nur um die Anhänger der Gäste (die nach den aktuellen Plänen ausgeschlossen werden), sondern auch ein Großteil der Fans der Gastgeber nutzt öffentliche Verkehrsmittel, die dann vor und nach den Spielen überfüllt sind. Muss die Inkaufnahme dieser zusätzlichen Infektionsrisiken während einer Pandemie tatsächlich sein? Wir geben Ihnen dazu keine Antwort. Befragen Sie bitte Ihre eigene Logik! Fans haben andere Möglichkeiten, ihre Lieblingsmannschaften zu unterstützen. Das beginnt beim Kauf von Fanartikeln und reicht bis hin zu Spenden.

An der Bekämpfung der Corona-Pandemie muss jeder einzelne Mensch mitwirken. Beweisen Sie im Alltag ein wenig Zivilcourage, um Ignoranten auf den richtigen Weg zu bringen und diejenigen zu unterstützen, die aus beruflichen Gründen jeden Tag ein besonders hohes Risiko eingehen müssen. Noch ist lediglich ein Bruchteil aller Auswirkungen der Coronakrise zu spüren. Lassen Sie uns alle an einem Ende des sprichwörtlichen Stricks ziehen, um unsere Gesundheit zu schützen und die Auswirkungen so weit wie möglich zu begrenzen!