Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Aus aktuellem Anlass: Welche Versicherungen regeln Unwetterschäden?

Die letzte Juniwoche 2017 bescherte großen Teilen Deutschlands heftige Unwetter mit enorm hohen Regenmengen. In Berlin-Tegel fielen binnen 24 Stunden mehr als 140 Liter pro Quadratmeter. Für einige Flüsse mussten Hochwasserwarnungen ausgegeben werden. Das betrifft beispielsweise die Spree, die Obere Weiße Elster, die Schwarze Elster und das gesamte niedersächsische Binnenland. Deshalb ist es wichtig, zu wissen, welche Versicherungen bei einem durch Starkregen und Überflutungen angerichteten Schaden angesprochen werden müssen.

Keller überflutet: Wer kommt für was auf?

Bei der Flutung von Kellern entstehen sowohl Schäden am Bauwerk als auch Schäden an dem vom Nutzer dort eingelagerten Eigentum. Die Bauwerksschäden sind ein Fall für die Gebäudeversicherung. Sie muss auch beispielsweise für die Kosten der Trocknung der durchnässten Wände aufkommen. Außerdem muss die Gebäudeversicherung die Reparatur technischer Systeme bezahlen, welche bei der Überflutung Schaden genommen haben. Dazu zählen zum Beispiel Zählerkästen sowie Steuerungen von Heizungen und Warmwassersystemen. Sie gelten als fest mit dem Gebäude verbunden und unterliegen deshalb dem Schutz der Gebäudeversicherung. Das Eigentum der Nutzer der betroffenen Keller wird über deren Hausratversicherung geschützt. Allerdings müssen bei Schäden an Fahrrädern Klauseln in den individuellen Versicherungspolicen beachtet werden.

Unwetterschäden an Solaranlagen: Wer regelt was?

Welche Unwetterschäden bei einer Photovoltaikanlage oder einer solarthermischen Ablage überhaupt übernommen werden, hängt von der Art der jeweils angeschlossenen Versicherung ab. Oftmals wird die Solaranlage in die Gebäudeversicherung integriert. Hier wird in der Regel nur der reine Sachschaden ersetzt. Deutlich besser sind die Geschädigten dran, die für ihre Solaranlage eine spezielle Elektronikversicherung abgeschlossen haben. Im Gegensatz zur Wohngebäudeversicherung ist bei der Elektronikversicherung auch der durch einen Nutzungsausfall der Solaranlage entstehende Einnahmenverlust mit abgedeckt.

Souterrainwohnung geflutet: Welche Versicherung zahlt was?

Hier gilt die gleiche Teilung wie für Schäden durch überflutete Keller. Alles, was fest mit dem Gebäude verbunden ist, fällt unter den Schutz der Gebäudeversicherung. Dazu zählen beispielsweise Türen und Fenster, Bodenbeläge sowie Elektro- und Sanitärinstallationen. Schäden an sämtlichen Dingen, welche vom Nutzer in die Wohnung eingebracht wurden, müssen der Hausratversicherung gemeldet werden. Parallel kommt eine Deckung über Spezialversicherung in Frage. Ein Beispiel dafür sind Handy-Versicherungen.

Quelle: allgemeine Versicherungsbedingungen, hochwasserzentralen.de