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Ambrosia im Garten bekämpfen – so geht’s

Balkon mit Blumen

Ein großes Problem bei Ambrosia ist, dass das Unkraut sehr hartnäckig ist. Die Samen können über Jahre hinweg im Boden keimfähig bleiben, so dass eine 100-prozentige Entfernung schwierig ist.

Trotzdem ist es wichtig, dem ungeliebten Gewächs zu Leibe zu rücken. Im Garten hilft hier nur rigoroses Vorgehen: Die Pflanzen müssen noch vor der Blüte mitsamt der Wurzel aus dem Boden geholt werden. Wenn sich der verzweigte Blütenstand bereits gebildet hat, muss dieser vorher abgeschnitten werden.

Ambrosia ausgraben

Ein einfaches Herausziehen der Pflanze aus dem Boden wird bei Ambrosia nicht gelingen. Vielmehr müssen die Wurzeln komplett ausgegraben werden, da sich die Pflanzen schnell regenerieren. Entsorgt werden sollte Ambrosia stets über den Restmüll. Auf dem Kompost und auch im Biomüll, der meist ebenfalls der Kompostierung zugeführt wird, haben die Pflanzenreste nichts zu suchen. Von dort aus würden sie sich ungehemmt weiter verbreiten.

Grundsätzlich sollte man bei der Entfernung der Pflanzen aus dem Garten mit Handschuhen arbeiten, um Hautausschläge zu vermeiden. Wer ohnehin zu Allergien neigt, sollte die Bekämpfung lieber weniger gefährdeten Familienmitgliedern überlassen, denn die Pollen können starke Probleme verursachen.

Kein Wunder, gilt doch Ambrosia als extrem starker Allergieauslöser. Fast keine andere Pflanze ruft derartige Beschwerden schon bei geringsten Konzentrationen aus.

Was Allergiker über Ambrosia wissen müssen

Allergiker können ab August aufatmen, da die allgemeine Pollenbelastung in der Luft abnimmt. Allerdings bildet die Ambrosia zwischen Juli und September große Mengen an Pollen, die durch den Wind auch über weite Strecken getragen werden können.

Typische Symptome einer Ambrosia-Allergie sind ähnlich denen des Heuschnupfens: rote und tränende Augen, Juckreiz an Augenlidern und Nase, eine Fließnase oder eine verstopfte Nase und Gaumenjucken sind häufig zu beobachten. In schlimmen Fällen kann die Allergie sogar Asthma bronchiale auslösen. Allergische Hautreaktionen bei direktem Kontakt sind ebenfalls möglich.

Häufig kommt es zudem zu Kreuzallergien, so dass Beschwerden auch beim Verzehr von Sellerie oder Karotten, Bananen oder Melonen auftreten können. Selbst Paprika und Petersilie können dann Probleme verursachen.

Häufig kommen zudem Beschwerden bei Kontakt mit Beifuß-Pollen auf, wenn eine Ambrosia-Allergie vorliegt. Beide Pflanzen sind botanisch nah miteinander verwandt.

Quelle: dpa