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So machen Sie Ihre Gemüsebeete winterfest

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Der November ist nun wirklich einer der letzten Monate, in denen im Garten noch etwas bewegt werden kann. Dennoch ist es diesen Monat noch einmal wichtig, Hand an den Garten anzulegen – insbesondere im Gemüsegarten. Die Beete sollten vor den ersten Frösten winterfest gemacht werden.

Über viele Jahre lautete das einhellige Credo: Im Herbst müssen die Gemüsebeete umgegraben werden, dabei ist diese Strategie längst überholt. Mittlerweile wird empfohlen, die Gemüsebeete abzudecken, mit Mulch, Kompost oder Gründünger. Die Bakterien, Einzeller, Nematoden und Pilze, die für uns unsichtbar im Boden leben, helfen uns bei der Gartenarbeit. Zusammen versorgen sie unsere Pflanzen mit Nährstoffen, herabgefallene Laubblätter werden zersetzt und Humus neu gebildet. Wenn dann umgegraben wird, werden viele dieser Bodenlebewesen schlicht und ergreifend abgetötet.

Wann muss ich dennoch umgraben?

Grundsätzlich können Sie also auf das herbstliche Umgraben der Gemüsebeete verzichten, dennoch gibt es Ausnahmen. Diese gelten bei sehr schweren und lehmigen Böden. Durch Frost sollen hier die Schollen aufgebrochen werden. Für alle anderen Böden gilt: Ein Auflockern mit Sauzahn oder Grabegabel reicht aus.

Gemüsebeete richtig abdecken

Wesentlich wichtiger als das Umgraben ist es aber, die Gemüsebeete richtig abzudecken. Hierfür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, etwa in Form einer Gründüngung. Dabei werden Senf, Lupine oder eine Mischung aus diesen und ähnlichen Pflanzen auf die Beete gebracht. Die Wurzeln werden die Erde tiefgründig lockern und Stoffe bilden, die den wichtigen Mikroorganismen im Boden als Nahrung zur Verfügung stehen. Die Pflanzen werden im Frühjahr einfach abgehackt, die Wurzeln bleiben im Boden und werden direkt vor Ort abgebaut.

Darüber hinaus können die Wurzeln kleine Kanäle offen halten, über die das Wasser besonders tief in die Erde eindringen kann. Das abgehackte Grün können Sie natürlich auf den Kompost geben, es eignet sich aber auch als Mulchmaterial oder wird vorsichtig in die Erde eingearbeitet.

Ebenso kann das Beet mit Kompost abgedeckt werden. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Im Kompost arbeiten Mikroorganismen an der Zersetzung der enthaltenen Materialien. Diese werden mit dem Kompost direkt aufs Beet gebracht und können da weiter arbeiten. Ideal eignet sich dafür noch nicht fertiger, sondern angerotteter Kompost. Der Kompost sollte dabei frisch und nicht gesiebt sein. Besonders Beerensträucher und Bäume freuen sich über diese Variante der Abdeckung.

Nicht zuletzt können Sie sich für das klassische Mulchen entscheiden, um die Gemüsebeete abzudecken. Ideal für eine Mulchschicht eignen sich Grasschnitt und Laubblätter. Wenn also die Laubbäume ihre Blätter verlieren, sollte man noch einmal den Rasen mähen, ohne das Laub vorher abzurechen. Danach kann der Mix als Mulchschicht aufs Beet gegeben werden.

Quelle: MDR