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Aktien von VW nach Abgasskandal im freien Fall

Nachdem zum Ende der dritten Septemberwoche 2015 bekannt wurde, dass gegen VW Verfahren mit dem Vorwurf der Manipulation von Abgasuntersuchungen in den USA gestartet wurden, reagierte die Börse am 21. September 2015 sofort. Die Aktien des Unternehmens mussten beim Handelswert Verluste von knapp zwanzig Prozent hinnehmen. Da Volkswagen den Verkauf von Dieselfahrzeugen in den USA mittlerweile bereits gestoppt hat, drohen der Vorzugsaktie weitere Verluste. Auch Porsche kommt beim Sinkflug der Aktien nicht ungeschoren davon. Hier lag der Einbruch des Handelswerts am 21. September 2015 bereits um die Mittagszeit bei 18 Prozent. Einbrüche von bis zu vier Prozent mussten auch BMW und Daimler hinnehmen.

Warum reagieren die Börsianer so heftig?

Volkswagen hat nach den Informationen des Onlinemagazins Focus inzwischen bereits eingeräumt, dass derartige Manipulationen tatsächlich stattgefunden haben. Betroffen sind sämtliche Dieselfahrzeuge, die in den USA verkauft wurden. Dort wurde bei den Tests zur Zulassung für den Verkauf eine Software eingesetzt, durch die vorsätzlich falsche Resultate erzielt wurden. Die tatsächlichen Abgasmengen der Dieselfahrzeuge von VW liegen deutlich höher. Durch die aktuellen Ereignisse erleiden die Fahrzeuge der Volkswagen AG einen erheblichen Imageschaden, was sich auch nach der Aufhebung des Verkaufsstopps negativ auf die zu erwartenden Absatzzahlen in den USA auswirken wird. Hinzu kommt, dass dem deutschen Autobauer Strafzahlungen drohen. Im schlimmsten Fall könnte VW mit über 18 Milliarden Dollar zur Kasse gebeten werden.

Welche Modelle verkauft VW in den USA?

In den Vereinigten Staaten werden die Modelle VW Routan, VW Rabbit und VW GLI angeboten. Außerdem ist dort ein abgewandeltes Modell des VW Passat New Midsize Sedan auf dem Markt. Die Verkaufszahlen in Kanada dürften von dem aktuellen Abgasskandal bei VW ebenfalls betroffen sein. Dort werden zusätzlich die Modelle VW City Jetta und VW City Golf angeboten. Sollte VW tatsächlich die momentan drohenden Strafgelder zahlen müssen, wäre in etwa der in zwei Jahren erwirtschaftete Gewinn weg.

Quelle: Focus