19 genveränderte Pflanzen dürfen laut EU-Beschluss eingeführt werden

Die EU hat jetzt die Einfuhr und den Verkauf weiterer 19 genveränderter Pflanzen genehmigt. Diese stammen zum Großteil von Herstellern aus den Vereinigten Staaten und aus Deutschland. Sie könnten nach den aktuellen Angaben großteils auch in Futter- und Lebensmitteln verwendet werden. Betroffen sind verschiedene Soja- und Baumwollsorten. Dabei gelten die Zulassungsbeschlüsse für Einfuhr und Verkauf zehn Jahre lang. Allerdings erlaube man den Anbau der Pflanzen nicht, wie die EU-Kommission am Freitag mitteilte. Erlaubt wurde die Einfuhr der Pflanzen von Herstellern wie Monsanto, Du Pont, Bayer und BASF.

10 genmanipulierte Soja- und Baumwollsorten mit neuer Zulassung

Brüssel erteilte die Zulassung für den Verkauf und die Einfuhr für insgesamt zehn genmanipulierte Soja- und Baumwollsorten erstmalig. Sieben Pflanzen erhielten eine Erneuerung der Genehmigung. Dabei handelte es sich um Mais, Baumwolle und Ölraps. Ebenfalls erteilte man eine Zulassung für zwei genmanipulierte Schnittblumensorten, genauer gesagt für Nelken.

Wie die EU-Kommission mitteilte, haben die zugelassenen Gen-Pflanzen ein komplettes Zulassungsverfahren durchlaufen und gelten als „sicher“. Außerdem habe man bei der Abstimmung in den Gremien der Mitgliedsstaaten weder gegen noch für die Einfuhr eine klare Mehrheit erkennen können. Bisher waren innerhalb der EU 58 genmanipulierte Pflanzen erlaubt, meist Mais, Sojabohnen, Zuckerrüben, Baumwolle und Ölraps. Sie bekommen jetzt von 19 weiteren genveränderten Pflanzen Verstärkung.

Greenpeace kritisiert die Zulassung genmanipulierter Pflanzen

Kritik an der Zulassung weiterer genveränderter Pflanzen gab es vor allem von der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Jean-Claude Juncker, der EU-Kommissions-Präsident habe laut Angaben von Greenpeace „keine Absicht, den Bürgern die EU näherzubringen“. Stattdessen zeige er eine immer stärkere Bewegung auf Amerika und Monsanto zu.

Bereits in dieser Woche gab es zudem Ankündigungen seitens der EU-Kommission, dass man die Regeln für Gen-Pflanzen verändern will. So könnten einzelne Länder nationale Verbote für die Pflanzen verhängen, auch wenn diese EU-weit zugelassen seien. Von den Grünen hagelte es auch an dieser Regelung Kritik, denn nach derzeitiger Rechtslage sei es extrem schwierig, ein Verbot rechtssicher zu formulieren. Der Vorschlag für diese Änderungen der Regelungen geht jetzt an das Europaparlament und den EU-Ministerrat, wo er sowohl geändert, als auch zugelassen oder abgelehnt werden kann.

Quelle: FAZ