Wie viel Geld lässt sich mit Großpackungen sparen?

Leben Singles teurer, weil sie kleine Verpackungsgrößen kaufen? Können Familien mit Großpackungen wirklich sparen? Oder sind das alles tatsächlich nur Mogelpackungen, bei denen die tatsächlich enthaltene Menge eines Produkts sinkt, während der Preis oft unverändert bleibt? Diesen Fragen ging jetzt das Verbraucherportal „vergleich.org“ nach.

185 Waren standen bei Großpackungen auf dem Prüfstand

Insgesamt 185 Waren aus den verschiedensten Produktgruppen hat man auf den Prüfstand gestellt. Dazu zählten unter anderem Alkohol und Babybedarf, Drogerieartikel und Kaffee und Tee, Konserven, Süßwaren, Tiefkühl- und Fertiggerichte, sowie Tiernahrung. Insgesamt haben die Tester zwei Warenkörbe erstellt und mit Produkten der großen Händler DM, Rossmann, Real, Rewe, Edeka und Kaufland gefüllt.

Die Testergebnisse waren durchwachsen. Wer grundsätzlich Großpackungen vorzieht, anstatt die gleiche Menge eines Produkts in Kleinpackungen zu kaufen, spart in 83,8 Prozent der Fälle. Trotzdem gibt es auch 15,1 Prozent der Käufe, bei denen man mit der Großpackung sogar mehr Geld zahlt. In lediglich 1,1 Prozent der Käufe spielt die Packungsgröße keine Rolle.

Lohnt sich die Großpackung für mich? Das ist abhängig von der Produktgruppe, wissen die Tester. Wer sich generell für Groß-, statt für Kleinpackungen entscheidet, spart zwar langfristig rund 15,2 Prozent, allerdings gibt es Ausnahmen: Während bei alkoholfreien Getränken mit dem Kauf von Großpackungen über 44 Prozent eingespart werden können, kostet der Alkohol aus der großen Flasche sogar 4,56 Prozent mehr.

Besonders häufig ist die Großpackung dagegen bei Gewürzen, Konserven, Fertiggerichten und anderen lange haltbaren Produkten zu empfehlen. Hier liegen die Einsparungen im Schnitt bei rund 25 Prozent.

Preise vergleichen hilft beim Sparen

Langfristig lässt sich also durch Großpackungen Geld sparen. Allerdings sind die einzelnen Produktgruppen zu berücksichtigen und der individuelle Preisvergleich darf nicht unterschätzt werden. Hierbei hilft die Preisangabenverordnung. Sie sieht vor, dass der Preis je Mengeneinheit als so genannter Grundpreis in unmittelbarer Nähe des Endpreises anzugeben ist. So lassen sich die Preise für Verbraucher einfacher vergleichen, da der Preis pro 100 Gramm oder pro 1 Kilogramm bei unterschiedlichen Packungsgrößen durchaus unterschiedlich ausfallen kann.

Quelle: awi