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Wie die FDA den Salzkonsum der US-Bürger einschränken will

So sieht ein typischer Burger aus

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Ein zu hoher Salzkonsum kann zu zahlreichen Erkrankungen führen. Dem will jetzt die US-Lebensmittelbehörde FDA entgegen wirken – mit neuen Ernährungsrichtlinien. Demnach soll bei der Herstellung von Fleisch etwa zwölf Prozent weniger Salz verwendet werden.

Auch bei der Herstellung von Käse soll der Salzgehalt um zwölf Prozent gesenkt werden, wenn es nach der US-Lebensmittel- und Arzneibehörde FDA geht. Kurzfristig will die Behörde freiwillige Ziele für die Lebensmittelindustrie, Restaurantketten und Lieferdienste beschließen.

Senkung des täglichen Salzkonsums um 400 Milligramm

Aktuell nehmen die US-Amerikaner täglich 3.400 Milligramm Natriumchlorid, den Hauptbestandteil von Salz, zu sich. Empfohlen werden lediglich 2.300 Milligramm. Mit den neuen freiwilligen Zielen will die FDA den Salzkonsum in den nächsten zweieinhalb Jahren um 400 Milligramm auf dann 3.000 Milligramm Natriumchlorid pro Tag senken.

Hintergrund ist, dass der erhöhte Salzkonsum als Hauptursache für etliche Erkrankungen gilt. Dazu zählt etwa der Bluthochdruck, in dessen Folge es häufig zu Herzinfarkten und Schlaganfällen kommt. Aktuell leiden mehr als vier von zehn US-Amerikanern unter Bluthochdruck, wie die FDA mitteilte. Damit sieht man in einem geringeren Salzkonsum das Potenzial, Hunderttausende vor einem frühzeitigen Tod oder Krankheiten zu bewahren. Das meiste Salz kommt dabei aus verarbeiteten Lebensmitteln und nicht etwa aus dem Salzstreuer, mit dem man seine Speisen würzt.

Salz oftmals in Lebensmitteln versteckt

Das Problem dabei: In vielen Lebensmitteln ist Salz enthalten, wenngleich man gar nicht davon ausgehen würde, so dass diese versteckten Salze den Salzkonsum insgesamt erhöhen. Beispiele dafür sind Brot und Brötchen, fertige Tomatensaucen und sogar Süßigkeiten. Vor allem in Light-Produkten findet man viel Salz, schließlich muss der Geschmack ja irgendwo herkommen.

Auf 100 Gramm Butterkekse kommen etwa überraschende 1,5 Gramm Salz. Im Vergleich dazu sind Hirsebällchen mit Meersalz, bei denen der Salzgehalt auf den ersten Blick ersichtlich ist, deutlich salzärmer. Auf 100 Gramm kommen hier nur 0,23 Gramm Salz.

Quelle: Reuters