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Weltraumteleskop Hubble wird 25 Jahre alt

Das von den Weltraumorganisationen NASA und ESA gemeinsam betriebene Weltraumteleskop Hubble wird am 24. April 2015 ein Vierteljahrhundert alt. Das mit der COSPAR-Bezeichnung 1990-037B geführte Weltraumteleskop Hubble wurde am 24. April 1990 mit dem Space-Shuttle „Discovery“ im Rahmen der Mission STS-31 auf die Reise ins All geschickt. Bereits einen Tag später wurde es ausgesetzt und sollte die Arbeit aufnehmen. Doch technische Probleme mit dem Hauptspiegel von Hubble bewirkten, dass die Bilder unbrauchbar waren. Der Fehler wurde erst im Jahr 1993 mit der Mission STS-61 behoben. Vier weitere Missionen zur Wartung der Systeme bewirkten die heute noch nutzbare gute Qualität der vom Weltraumteleskop Hubble gelieferten Bilder. Mittlerweile befindet sich die Ablösung für Hubble im Bau. Das James-Webb-Weltraumteleskop ist eine Gemeinschaftsentwicklung der ESA, der NSA und der in Kanada beheimateten CSA und soll nach aktuellen Plänen im Jahr 2018 ins Weltall gebracht werden.

Wie entstand die Idee zum Weltraumteleskop Hubble?

Die ersten wissenschaftlichen Vorlagen für das Weltraumteleskop Hubble lieferte Lyman Spitzer, einer der Astrophysiker der Yale University. Der 1914 in Toledo geborene Wissenschaftler machte die Vorteile eines Weltraumteleskops bereits in einer Publikation im Jahr 1946 deutlich. Er war nicht nur an der Entwicklung von Hubble beteiligt, sondern spielte auch eine zentrale Rolle als wissenschaftlicher Berater bei der Konzeptionierung und dem Bau des Weltraumteleskops Copernicus OAO-3, das im Jahr 1972 im Auftrag der NASA im Weltraum ausgesetzt wurde. Inzwischen haben beide Teleskope im Weltall Gesellschaft durch das Chandra X-Ray Observatory (1999), das Spitzer-Weltraumteleskop (2003) und das Compton Gamma Ray Observatory (1991) bekommen.

Welche Ziele verfolgen Wissenschaftler mit Hubble?

Das Hauptziel der Installation von Weltraumteleskopen ist die Erforschung der Entstehung der Galaxien. Auch liefert Hubble genaue Bilder von den Planeten unseres Sonnensystems sowie von den so genannten Exoplaneten, die sich außerhalb des Gravitationsfelds unserer Sonne bewegen. Hilfestellung geben das Weltraumteleskop Hubble und seine Schwestermodelle auch bei der Erforschung von Schwarzen Löchern sowie dunkler Materie. Weltraumnebel und Sterne, die nicht zur Kategorie der Planeten gehören, können mit den von Hubble gelieferten Bildern genauer untersucht werden. Der Vorteil der Weltraumteleskope liegt dabei darin, dass es bei ihren Bildern keine Störungen durch Staub oder Flimmern gibt, wie sie bei den auf der Erde stationierten Teleskopen auftreten. Hubble bewegt sich auf einer Umlaufbahn in einer Höhe zwischen 556 und 560 Kilometern und hat folgende Systeme an Bord:
• ACS = Advanced Camera for Surways
• COS = Cosmic Origins Spectrograph
• NICMOS = Near Infrared Canera and Multi-Object Spectrometer
• STIS = Space Telescope Imaging Spectrograph
• WFC3 = Wide Field Camera3

Quelle: nasa.gov