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Was kann Amazons kostenfreier Streamingdienst?

TV on cabinet in modern living room.

Amazon Prime Kunden haben es längst mitbekommen: Die Preise für die Mitgliedschaft erhöhen sich. Doch man kann jetzt über die Amazon Plattform auch kostenfrei Filme und Serien anschauen. Lediglich die Werbung muss man dafür mit ansehen. Doch was steckt hinter dem neuen Streamingdienst mit dem Namen Freevee?

Das neue Videostreaming-Angebot gilt für Nutzer in Deutschland. Der Konzern bietet über den Dienst die Möglichkeit, verschiedene Filme und Serienstaffeln kostenfrei abzurufen. Damit flankiert das neue Angebot die deutlich umfangreichere, aber kostenpflichtige Amazon Prime Mitgliedschaft. Sie stellt eine Flatrate dar und wird in Kürze deutlich teurer. Daher könnte sich Freevee für einige Kunden, die mit den höheren Preisen von Prime hadern, durchaus lohnen.

Wie komme ich an die Inhalte?

Die Inhalte lassen sich laut Amazon über Fire-TV-Geräte, Prime-Video-Apps oder die Website von Amazon abrufen. Voraussetzung ist allerdings stets ein bestehendes Amazon-Kundenkonto.

Wie ein Amazon-Sprecher mitteilte, handelt es sich bei Freevee um ein Angebot, das Nutzer „typischerweise hinter einer Paywall erwarten würden“. Dabei können sich die Kunden über einen Mix aus Amazon-eigenen Produktionen, externen Filmen und Serien sowie Live-Kanälen freuen. Der Dienst konkurriert dabei mit kostenpflichtigen Angeboten, wie Netflix, aber auch mit werbefinanzierten Angeboten, wie Youtube.

Aktuell arbeiten jedoch auch Netflix und Disney an alternativen Angeboten. Diese sollen ebenfalls werbefinanziert, allerdings nicht komplett kostenfrei sein.

Welche Inhalte bietet Freevee?

Zum Start will Amazon bei Freevee „Bosch: Legacy“ anbieten. Zudem gibt es fünf Staffeln von „2 Broke Girls“, „Person of Interest“ oder „Broadchurch“. Die ersten Filme, die auf Freevee angeboten werden sollen, sind „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ sowie „Zoolander“. Einige Inhalte von Freevee gibt es auch bei Amazon Prime, dann eben ohne Werbung.

Darüber hinaus werden neun Live-Kanäle angeboten, zu denen unter anderem BBC Food, BBC History oder BBC Travel zählen. Ein bisschen erscheint das Angebot, das mit einem fernsehähnlichen Kanalkonzept daher kommt „retro“, allerdings hat man das Angebot in den USA aufgrund der großen Nachfrage bereits auf mehr als 100 Kanäle ausgebaut. Langfristig könnte das in Deutschland ebenfalls gelingen.

Pro Stunde müssen Kunden von Freevee mit maximal neun Minuten Werbung rechnen. Das ist „signifikant weniger“ als im traditionellen Fernsehen. Generell baut der Onlineriese sein Werbegeschäft derzeit aber massiv aus.

Quelle: mbö