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Vorgestellt: Die Macher und Ziele der Initiative „unteilbar“

Group of people listening on the street. Urban crowded background.

In Zeiten der Coronakrise bildet sich zahlreiche neue Bürgerinitiativen. Viele von ihnen beschäftigen sich mit den Folgen dieser Krise. Dazu gehört auch die Initiative „#unteilbar“.

Die unter dem Hashtag „unteilbar“ agierende Initiative wurde bereits im Jahr 2018 gegründet. Der Slogan steht für einen gemeinsamen Kampf und die Kooperation völlig unterschiedlicher Menschen und Organisationen, die sich in dieser Initiative bereits zusammengeschlossen haben. Aktuell sind dort mehr als 150 Organisationen aktiv. Sie vertreten verschiedene Interessen. Die Palette reicht von der Föderation Demokratischer Arbeitervereine e. V. und den Bund der Deutschen Katholischen Jugend e.V. über den Friedenskreis Halle und „Fridays for Future“ Jena bis hin zu „Leipzig für Alle: Aktionsbündnis Wohnen“ und dem Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e.V. sowie dem Ökohaus e.V. in Rostock.

Welche bekannten Einzelpersonen gehören der Initiative „unteilbar“ an?

In der Liste der Erstunterzeichner finden sich zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten. Dazu zählen sich beispielsweise zwei aktive und ehemalige Mitglieder des Bundesverbands des Deutschen Gewerkschaftsbunds. Auch Vertreter des Bundesvorstands sowie der Landesvorstände der Gewerkschaft ver.di gehören zu den Erstunterzeichnern. Hinzu kommen Regionalvertreter der Gewerkschaft IG Metall, Schriftsteller und Lehrer. Nach der Veröffentlichung einer Pressemeldung kamen am Ostersonntag im Minutentakt ein halbes Dutzend neue Unterzeichner aus sämtlichen deutschen Bundesländern hinzu. Dazu gehörten beispielsweise auch Ärzte, Sozialarbeiter, Polizisten, Künstler und Rechtsanwälte sowie weitere Gewerkschaftsvertreter und ein Mitglied des Kreisvorstands Berlin-Mitte von Bündnis 90/Die Grünen. Sogar ein Pfarrer aus Sachsen schloss sich der Initiative an. Das zeigt, wie groß das Interesse an den definierten Zielen der Initiative „unteilbar“ quer durch alle Branchen und Gesellschaftsschichten ist.

Wie definiert die Initiative „unteilbar“ ihre Ziele?

In den Essentials der Initiative heißt es wörtlich: „Politische und soziale Menschenrechte sind nicht teilbar.“ Eine solidarische Gesellschaft unterscheidet nicht nach der Herkunft oder der Parteizugehörigkeit. Ihr Ziel ist es, nicht zu trennen, sondern gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Das gilt für „normale“ Zeiten genauso wie für Zeiten einer Krise, wie sie aktuell durch die globale Corona-Pandemie herrschen. Gerade jetzt ist es wichtig, sozial schwache Familien und Randgruppen nicht zurückzulassen. Das haben die führenden Köpfe der Initiative schon 2020 erkannt und auf die Zunahme sozialer Ungerechtigkeiten während der Corona-Pandemie hingewiesen.

Was wollen die Initiatoren der Bürgerinitiative ändern?

Außerdem übten sie schon im vergangenen Jahr herbe Kritik daran, dass vor allem in Gesundheitsbereich, im Bildungswesen, bei der Kulturförderung und beim Klimaschutz gespart wird. Die Coronakrise verschärft den Sparzwang durch die Aufnahme neuer Schulden. Deshalb fordert die Initiative „unteilbar“ im Rahmen der Kampagne „Einfach weiter so!?“ wörtlich „neue gesellschaftliche Prioritäten“, die auf die uneingeschränkte Garantie sämtlicher Menschenrechte abzielen. Gleichzeitig sieht sich die Initiative als Gegenpol zu den Vertretern der Verschwörungstheorien auch im Zusammenhang mit der Coronakrise.

Quelle: offizielle Website der Initiative „unteilbar“