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Vitamin C gegen Grauen Star

Der Graue Star, also die Eintrübung der Augenlinse, betrifft alleine in Deutschland gut zehn Millionen Menschen. Damit gilt der Graue Star als häufigste Ursache für Sehstörungen und sogar Erblindungen weltweit. Medizinisch korrekt wird der Graue Star als Katarakt bezeichnet. In der Regel lässt er sich operativ behandeln, doch man kann sich auch vor ihm schützen, wie jetzt Londoner Forscher herausgefunden haben. Dafür muss man lediglich auf eine Ernährung setzen, die reich an Vitamin C ist.

Vitamin-C-reiche Ernährung gegen Grauen Star

Die Forscher haben insgesamt 324 Zwillingspärchen für die Untersuchung beobachtet, insbesondere hinsichtlich ihrer Ernährungsgewohnheiten. Alle Studienteilnehmer waren weiblich und wurden über einen Zeitraum von zehn Jahren beobachtet. Die Ernährungsgewohnheiten wurden anschließend mit einer Linseneintrübung abgeglichen, sofern diese denn vorkam.

Wie Professor Horst Helbig, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) erklärte, seien genetische Anlagen nur zu einem Drittel für den Grauen Star verantwortlich. Eine deutlich größere Rolle spielten dagegen Alter, Lebensstil und Umweltfaktoren. Weiterhin geht aus der Studie hervor, dass eine gesunde Ernährung, die viel Vitamin C enthalte, das Auge schützen könne. Die Forscher gehen davon aus, dass sich das Vitamin in der Augenflüssigkeit ansammelt und dort dafür sorgt, dass die Augenlinse sich nicht eintrüben kann.

Allerdings sollen die Studienergebnisse keinesfalls ein Aufruf dazu sein, Nahrungsergänzungsmittel zu schlucken, so Helbig weiter. Vielmehr sei es gerade in Deutschland problemlos möglich, sich über die Wahl geeigneter Lebensmittel mit ausreichend Vitamin C zu versorgen.

Diese Speisen können vor Grauem Star schützen

Besonders reich an Vitamin C sind natürlich die klassischen Zitrusfrüchte, wie Orangen, Mandarinen und Grapefruits. Allerdings ist Vitamin C auch in vielen Gemüsesorten enthalten, darunter Brokkoli, Grünkohl und Rosenkohl. Deren Vitamin-C-Gehalt übertrifft sogar den der klassischen Zitrusfrüchte. Gerade Senioren, die besonders anfällig für den Grauen Star sind, sollten deshalb auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C über Obst und Gemüse achten.

Neben der Ernährung spielt aber auch die Lebensweise eine wichtige Rolle, wenn es um den Grauen Star geht. Das ging bereits aus früheren Untersuchungen hervor. Bewegung und Sport können der Augenerkrankung ebenfalls vorbeugen. Wer täglich 60 Minuten läuft oder mit dem Rad fährt, kann demnach das Risiko, an Grauem Star zu erkranken, um 16 Prozent senken.

Eine gesunde Lebensweise schützt übrigens auch vor anderen Augenerkrankungen. Das Risiko einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) wird etwa durch den Verzicht auf Nikotin gesenkt. Diese Erkrankung der Netzhaut gilt bis heute als irreversibel. Langfristig kann sie sogar zur Erblindung führen.

Quelle: jaz