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Macht eine zusätzliche Computerbrille Sinn?

Immer wieder empfehlen die Optiker ihren Kunden eine ergänzende Computerbrille, wenn sie in den Gesprächen mitbekommen, dass ihre Kunden viel am Computer arbeiten. Wir sind der Frage auf den Grund gegangen, warum diese Zweitbrille sinnvoll ist.

Die Notwendigkeit einer Computerbrille kann sich sogar aus den Vorschriften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz ergeben. Das leitet sich aus der Tatsache ab, dass für verschiedene berufliche Aufgaben sogar Sehtests vorgeschrieben werden. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, kurz BAuA hat zur Orientierung eine Broschüre mit dem Titel „Gutes Sehen im Büro“ herausgegeben. Wir haben zusätzlich die Mitarbeiter einer Optikerkette befragt.

Welche Brillen sind nicht optimal für die Arbeit am PC?

Mit einer Fernbrille sind die Buchstaben auf der Tastatur undeutlich und meistens auch die Anzeige auf dem Bildschirm, weil der Fernbereich nicht auf die relativ kurze Distanz ausgelegt ist. Bei einer reinen Lesebrille präsentiert sich ein ähnliches Problem, weil die Distanz des Displays den bei einer Lesebrille berücksichtigten Nahbereich überschreitet. Bei einer bifokalen Brille (Zwei-Stärken-Brille) findet sich eine Teilung zwischen dem Nahbereich (unten) und dem Fernbereich (oben). Die beschriebenen Probleme zeigen sich allerdings auch bei dieser Brillenart. Die Konsequenzen sind unnatürliche Körperhaltungen sowie das ständige Heben und Senken des Kopfes, was in der Regel Verspannungen und chronische Schmerzen nach sich zieht. Dieses Problem tritt auch bei herkömmlichen Gleitsichtbrillen für den Alltag auf.

Wodurch unterscheidet sich die Computerbrille von der Gleitsichtbrille?

Die Bildschirmarbeitsplatzbrille als eine spezielle Form der Gleitsichtbrille bringt eine Kombination aus einem erweiterten Nahbereich und einem Nahbereich nach dem Vorbild der Lesebrille mit. Der erweiterte Nahbereich erfasst üblicherweise Distanzen von bis zu vier Metern. Er entspricht also nicht den Werten, die im Fernbereich (obere Hälfte) der klassischen Gleitsichtbrillen integriert werden. Bei der universellen Gleitsichtbrille ist der Übergangsbereich in der Mitte der Brillengläser sehr schmal. Damit ist es nicht möglich, die gesamte Breite des Bildschirms klar zu erfassen. Seitlich finden sich größere und ellipsenförmige Bereiche mit Unschärfen. Bei der Computerbrille wächst der Übergangsbereich annähernd auf die doppelte Breite und wird auch in der Höhe gestreckt. Die Übergänge vom Lesebereich zum erweiterten Nahbereich sind dadurch sanfter. In der Folge sind sowohl die Beschriftungen der Tastatur als auch die Bildschirminhalte klar und deutlich.

Fazit: Die Anschaffung einer zusätzlichen Computerbrille ist durchaus lohnenswert. Allerdings muss parallel der gesamte Arbeitsplatz ergonomisch gestaltet werden. Das beginnt bei der Auswahl eines guten Arbeitsstuhls und setzt sich über die Tischhöhe bis hin zur optimalen Platzierung und Ausrichtung der Displays fort.

Quelle: BAuA, Fielmann