Vereine der Fußball-Bundesliga: Bayer 04 Leverkusen

Mit der Elf von Bayer 04 Leverkusen setzen wir unsere kleine Reihe fort, in welcher wir die in der Fußball-Bundeliga aktiven Mannschaften vorstellen. Bei den Kickern aus dem Bergischen Land gibt es eine Besonderheit, denn die Mannschaft wurde einst als reine Werksmannschaft des ehemaligen Unternehmens Friedrich Baser & Co. gegründet.

Die offizielle Gründung, des Kicker-Teams erfolgte im Jahr 1907 unter dem Dach des bereits drei Jahre älteren Turn- und Sportvereins Bayer 04 Leverkusen e. V., der zu Beginn als reiner Betriebssportverein fungierte. Inzwischen besitzt er elf verschiedene Abteilungen und zählt mit seinen rund 10.000 Mitgliedern zu den Breitensportvereinen. Seit dem Jahr 1999 werden die Bundesliga-Fußballer des Bayer 04 Leverkusen in einer eigens dafür ins Leben gerufenen GmbH verwaltet. Die GmbH steht zu 100 Prozent im Eigentum der Bayer AG.

Die frühe Geschichte des Bayer 04 Leverkusen

Nach einer längeren Zeit in den unteren Ligen gelang den Kickern des Bayer 04 Leverkusen im Jahr 1936 der Sprung in die Bezirksliga. Dort gelang ihnen im Jahr 1949 der Satz ins Finalspiel, wo sie sich allerdings den Fußballern des 1. FC Köln geschlagen geben mussten. 1951 verbuchten sie eine so gute Saison, dass sie in die Oberliga West aufstiegen. Dort verblieben sie ununterbrochen bis zum Jahr 1956. Der Wiedereinstieg in die damals höchste Liga gelang im Jahr 1962. Allerdings schafften es die Kicker aus Leverkusen nicht, sich sofort nach der Etablierung der Fußball-Bundesliga dafür zu qualifizieren. In der Saison 1967/1968 unterlagen sie im Endspiel der Qualifikationsrunde den Kickern aus Offenbach. Danach erfolgte ein Absturz in die Regionalligen. Erst in der Saison 1978/1979 tauchten das Team von Bayer 04 Leverkusen erstmals in der Fußball-Bundesliga auf. Seither (Stand 2018) sind die durchgängig in der höchsten deutschen Fußball-Liga vertreten.

Bayer 04 Leverkusen ab Mitte der 1980er Jahre auf Erfolgskurs

In den ersten Jahren in der Fußball-Bundesliga hatte es das Team mit dem Beinamen „Werkself“ schwer, sich in der höchsten Liga zu behaupten. Nach der Verpflichtung von Erich Ribbeck als Cheftrainer änderte sich das Bild. In der Saison 1985/1986 wurde erstmals ein Endrang in der vorderen Hälfte der Fußball-Bundesliga-Tabelle verbucht. Dadurch wurde auch die erste Teilnahme am UEFA-Cup möglich. Zwei Jahre später holte sich der Bayer 04 Leverkusen erstmals den Sieg beim UEFA-Cup.

Nach Ribbecks Ausscheiden übernahm Reiner Calmund das Management des Teams. Er schaffte es, nach der deutschen Wiedervereinigung drei ehemalige Mitglieder der DDR-National-Elf nach Leverkusen zu holen. Dabei handelte es sich um Jens Melzig, Andreas Thom und Ulf Kirsten. Außerdem nahm er einige sehr erfolgreiche Kicker aus Brasilien unter Vertrag. Einer der Erfolge zeigte sich im Jahr 1993 durch den Sieg beim DFB-Pokal im Endspiel gegen den Herta BSC. Erfolge der nächsten Jahre sind vor allem den Umstellungen zu verdanken, die der neue Cheftrainer Christoph Daum einführte. Im Jahr 2000 schied Daum nach dem Verdacht auf Drogenkonsum aus und wurde von Klaus Toppmöller abgelöst. Die Saison brachte den zweiten Platz in der Fußball-Bundesliga-Tabelle.

Wie ging es für Bayer 04 Leverkusen nach der Jahrtausendwende weiter?

In dieser Zeit hatte das Fußballer-Team vor allem am Verlust der Spieler Zé Roberto und Michael Ballack zu knabbern. Beide wechselten zum FC Bayern München und konnten von den neu verpflichteten Spielern nicht ersetzt werden. Als der Abstieg drohte, erfolgten kurz hintereinander zwei Trainerwechsel. Den Verbleib in der Bundesliga konnte im Jahr 2003 Klaus Augenthaler buchstäblich im letzten Moment sichern. Er brachte die Leverkusener auch zurück in die Champions League und führte sie bis ins Viertelfinale des UEFA-Pokals. Aktuell wird das Team von Heiko Herrlich trainiert und gehört zu den TOP 5 der Fußball-Bundesliga-Tabelle (Stand 11. März 2018)

Quelle: bayer04.de