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US Presidential Election: Entscheidung erst am Freitag?

American flag waving for USA

Die 2020er US Presidential Elections sind ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem es aktuell noch keine verlässlichen Aussagen zu einem möglichen Sieger gibt.

Bei den US Presidential Elections dauert es immer deutlich länger als vergleichsweise in Deutschland, bis verlässliche Resultate zur Verfügung stehen. Bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 kommt ein zusätzliches Problem zum Tragen. Aufgrund der Angst vor einer Ansteckung mit COVID-19 in den Wahllokalen ist die Anzahl der Briefwähler ungewöhnlich hoch. Zudem sollen auch Stimmen aus Briefwahlscheinen gezählt werden, die erst am Wahltag in den Briefkasten geworfen wurden. Deshalb haben die Wahlbeauftragten einiger US-Bundesländer bereits angekündigt, dass sich die Auszählung noch bis zum Freitag hinziehen könnte.

Sprechen die Hochrechnungen für Trump oder Biden als Präsident?

Bisher liegen ausschließlich Hochrechnungen vor. Sie berücksichtigen neben dem vorhandenen Status der Auszählung auch die Frage, ob die noch nicht ausgewerteten Stimmen am Endstand etwas ändern können. Ist das nicht der Fall, werden entweder Joe Biden oder Donald Trump als „Projected Winner“ ausgewiesen. Bei dieser Art der Bewertung hat momentan (Stand 4. November 2020, 13.45 Uhr) Joe Biden mit 224 geholten Wahlmännern gegenüber 213 Wahlmännern für Donald Trump leicht die Nase vorn. Allerdings gibt es auch eine ganze Reihe von US-Bundesländern, die aktuell noch zum „Battle Ground“ gezählt werden. Dort sind die Differenzen teilweise extrem minimal. Beispiele dafür sind Michigan mit einer Differenz von 0,5 Prozent zu Gunsten von Donald Trump und Nevada mit einer Different von 0,6 Prozent zu Gunsten von Joe Biden.

In welchen US-Bundesländern ist noch alles offen?

In einigen Bundesländern sind bisher so wenig Stimmen ausgezählt, dass sich zuverlässige Prognosen aus den ersten Zahlen nicht ableiten lassen. Ein solches Beispiel ist Wisconsin, das insgesamt 10 Wahlmänner stellt. Dort liegt Joe Biden aktuell knapp vorn. Auch in Nevada fehlen verlässliche Prognosen für den Gewinn der dortigen 6 Wahlmänner, weil erst rund 86 Prozent aller Stimmen ausgewertet wurden. Unsicher ist die Situation auch in Georgia und North Carolina, wo Donald Trump einen kleinen Vorsprung hat. In beiden Bundesländern geht es insgesamt um 31 Wahlmänner. Wahlexperten schätzen deshalb ein, dass sie zusammen mit Michigan zum „Zünglein an der Waage“ werden könnten. Donald Trump hat vorsorglich bereits gerichtliche Schritte gegen das Wahlergebnis angekündigt. Allerdings werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nur kommen, wenn er am Ende die Wahl verliert. Er erklärte sich in einem Statement bereits zum Wahlsieger, nachdem Joe Biden seiner Freude an seinem hauchdünnen Vorsprung Ausdruck verliehen hatte. Doch was zählt, ist allein das Endergebnis. Und genau das ist heute und morgen noch nicht zu erwarten.

Quelle: CNN