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Unwetter: Vielerorts muss noch mit Behinderungen gerechnet werden

transformer on a electric poles and a tree laying across power lines over a road after Hurricane

Die Unwetter vom 20. Mai 2022 haben in Deutschland stellenweise schwere Schäden hinterlassen. Das beweisen die ersten Bilder und Einschätzungen.

Die groß die Schadensbilanz der Unwetter am 20. Mai 2022 in Deutschland ist, lässt sich noch nicht abschätzen. Die Tornadoliste des Meteorologen Thomas Sävert umfasste am Samstag um die Mittagszeit bereits 5 Meldungen und es kommen ständig neue Meldungen hinzu. In mehreren Fällen wurde bisher ein Tornado anhand der Schadensbilder bestätigt. An anderen Stellen laufen die Untersuchungen aktuell noch. Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde Nordrhein-Wetstfalen am schwersten getroffen.

Vor allem die Region Paderborn wurde schwer getroffen

Nach den offiziellen Polizeiberichten wurden in der Stadt Paderborn durch den Tornado, der nach einigen Quellen bisher als F2 eingestuft wird, rund 40 Menschen verletzt. Mehr als Dutzend Menschen erlitten schwere Verletzungen. Das Schadenausmaß ist noch nicht genau abschätzbar, aber die lokalen Behörden gehen von zweistelligen Millionenschäden aus. Erste bei YouTube veröffentlichte Videos zeigen eine quer durch die Stadt reichende Schneise der Verwüstung. Zahlreiche Häuser wurden abgedeckt und ein Möbelhaus komplett zerstört. Auch das Umfeld des Döreen-Einkaufsparks hat erhebliche Schäden durch den Tornado in Paderborn erlitten, der auch vom Deutschen Wetterdienst als Wirbelsturm eingestuft wurde. Zahlreiche Straßen sind noch durch umgestürzte Bäume blockiert. Die Meteorologen prüfen derzeit, ob es Zusammenhänge mit den entstandenen Schäden in Lippstadt, Ovenhausen, Lütmarsen und Höxter gibt. Die dort beobachteten bestätigten Tornados entstammen mit hoher Wahrscheinlichkeit der gleichen Gewitterzelle.

In vielen Regionen Deutschlands gab es Starkregen, Hagel und Sturmböden

Als bestätigt gilt inzwischen auch ein Tornado, der gegen 17.30 Uhr in Herford beobachtet wurde. Er bescherte der Stadt ebenfalls abgedeckte Dächer, lokale Überflutungen und zahlreiche abgeknickte Bäume. Hier gehen die Meteorologen momentan von einem F1-Tornado aus. Dafür prüfen sie bei Facebook veröffentlichte Privatvideos. Besonders betroffen ist in Herford der Bereich Elverdisser Straße, Bielefelder Straße und Altensenner Weg. Die Menschen zwischen Radefeld und Schkeuditz in Sachsen scheinen großes Glück gehabt zu haben. Dort bildete sich nach einer Meldung von Skywarn ein Tornado, löste sich aber schnell wieder auf. In Leipzig sorgten Starkregenfälle und erhebliche Blitzaktivitäten dafür, dass das Konzert der Band „Rammstein“ unterbrochen werden musste. Im nur wenige Kilometer weiter östlich gelegenen Oschatz traten Sturmböen bis zu einer Geschwindigkeit von 113 km/h auf. Aus der Oberlausitz wurden ebenfalls massenhaft umgestürzte Bäume gemeldet.

Quelle: DWD, Skywarn, YouTube, MDR