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Überdurchschnittlich gute Ernte bei Süßkirschen in Deutschland

Bunch of cherries in the cherry tree

Im Jahr 2022 fahren die Obstbaubetriebe in Deutschland eine gute Ausbeute bei Süßkirschen ein. Das belegen erste offizielle Zahlen.

Inmitten der allgemein steigenden Preise für Lebensmittel und einer für Juni 2022 vorläufig geschätzten Inflationsrate von 7,6 Prozent gibt es eine positive Nachricht. Wer Süßkirschen kaufen will, muss nicht mit drastischen Steigerungen der Kilopreise rechnen. Der Grund dafür ist eine außergewöhnlich gute Ernte, die durch nahezu ideale Wetterbedingungen möglich ist. Dabei profitieren Obstbaubetriebe mit dem Fokus auf Süßkirschen deutlich mehr als Bäuerinnen und Bauern, die sich auf den Anbau von Sauerkirschen fokussieren.

Das Ernteplus bei Süßkirschen liegt bei knapp 50 Prozent

Im vergangenen Jahr meldeten die Obstbaubetriebe in Deutschland bei Süßkirschen ein Erntevolumen von rund 27.300 Tonnen. Für die Erntesaison 2022 liegen die offiziellen Prognosen aktuell bei rund 40.600 Tonnen. Das bedeutet ein Plus von fast 50 Prozent im Vergleich zur Ernte des Jahres 2021. Auch die durchschnittlichen Erntemengen der letzten 10 Jahre werden deutlich übertroffen. Er liegt nach den Angaben des Statistischen Bundesamts bei 31.700 Tonnen, was für das Jahr 2022 ein Plus von 28,1 Prozent bedeutet. Die gesamte Anbaufläche für Süßkirschen beläuft sich in Deutschland auf rund 6.000 Hektar. Den größten Anteil stellt Baden-Württemberg mit 2.800 Hektar, auf denen die Ernte des laufenden Jahres auf 17.100 Tonnen geschätzt wird. Wie sich die lokalen Wetterbedingungen auf die Kirschenernte auswirken, zeigt ein Vergleich anderer Anbauregionen. Rheinland-Pfalz erwartet auf einer Fläche von 700 Hektar eine Erntemenge von 5.200 Tonnen, während Niedersachsen auf einer um 200 Hektar kleineren Anbaufläche rund 100 Tonnen Süßkirschen mehr ernten kann.

Bei Sauerkirschen wird eine durchschnittliche Erntemenge erwartet

Der Mittelwert bei Sauerkirschen lag in Deutschland in den letzten 10 Jahren bei rund 14.100 Tonnen. Genau in diesem Bereich bewegen sich auch die für 2022 prognostizierten Erntemengen. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Erntemenge voraussichtlich um 27,6 Prozent, denn die Bilanz für die Saison 2022 belief sich auf lediglich 11.000 Tonnen Sauerkirschen. Die Anbauflächen für Sauerkirschen sind mit 1.800 Hektar in ganz Deutschland deutlich kleiner als die Anbauflächen für Süßkirschen. Die wichtigste Herkunftsregion für Sauerkirschen ist Rheinland-Pfalz mit 560 Hektar. Allein von dort sollen in der Erntesaison 2022 rund 5.400 Tonnen Sauerkirschen kommen. Auf den Rängen landen Sachsen mit 340 Hektar und Baden-Württemberg mit 280 Hektar. Baden-Württemberg wird zur Gesamternte rund 2.100 Tonnen beitragen. Sachsen bringt es nach den aktuellen Hochrechnungen auf circa 2.000 Tonnen Sauerkirschen.

Quelle. Statistisches Bundesamt