Studie belegt: Nutzung von Dating-Apps kann krank machen

Unter der Leitung von Jessica Strubel wurde an der University of North Texas bereits im Jahr 2016 eine Studie durchgeführt, bei welcher die Auswirkungen der Nutzung von Dating-Apps untersucht wurde. Im konkreten Fall ging es um das Portal Tinder. Die Besonderheit dieser Dating-App besteht darin, dass das Aussehen der Nutzer im Fokus steht. Untersucht wurden insgesamt 273 junge Männer und 1.044 junge Frauen. Dabei wurde festgestellt, dass vor allem das Selbstbewusstsein der männlichen Nutzer stark leidet. Das widerspricht einigen früheren Studien zu den Auswirkungen der Social Networks, bei denen Minderungen des Selbstbewusstseins hauptsächlich bei Frauen festgestellt wurden.

Welche weiteren Schlussfolgerungen brachte die Studie?

Ein Ergebnis der Studie der texanischen Psychologen ist besonders interessant. Die Nutzer der Dating-App Tinder berichteten wesentlich häufiger Unzufriedenheit im psychosozialen Bereich als Probanden, von welche keinerlei Dating-Apps oder Dating-Portale genutzt wurden. Als Ursache fanden die Forscher der University of North Texas hauptsächlich die plötzliche und oft unerklärte Ablehnung oder Ignoranz durch andere Nutzer der Dating-Portale. Allerdings muss hier auch berücksichtigt werden, dass es häufig ohnehin sozial isolierte Menschen sind, von welchen solche Dating-Plattformen genutzt werden. Sie sind besonders anfällig für alle Dinge, die sich negativ auf das Selbstbewusstsein auswirken können.

Scammer tragen zu den negativen Auswirkungen bei

Neben den genannten Risiken lauern auf den Dating-Portalen und in den Social Networks weitere Gefahren, die sich negativ auf die Psyche der Nutzer auswirken können. Daran sind vor allem die Scammer schuld, die Zuneigung heucheln und es am Ende nur auf das Geld der Nutzer abgesehen haben. Wie hoch inzwischen das Risiko ist, an Scammer zu geraten, beweist ein Blick auf die Website von Scamwatch. Dort gehen die Hinweise auf Dating-Betrüger im Minutentakt ein. Deshalb veröffentlichte Scamwatch eine besonders intensive Warnung vor dem Valentinstag 2017. Diese Betrüger sind nicht nur bei reinen Dating-Portalen aktiv, sondern tummeln sich massenhaft auch auf Facebook, bei Skype, Witter und neuerdings auch WhatsApp. Wer seine Mailadresse in Social Networks zugänglich macht, muss auch damit rechnen, per Mail von den Scammern kontaktiert zu werden.

Quellen: unt.edu, scamwatch.gov.au