Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Steuerplattform Elster ist Grundsteuerreform nicht gewachsen

sanierter Altbau

Hauseigentümer müssen seit dem 01.07.2022 eine neue Grundsteuererklärung abgeben. Sie sind angehalten, das über die Steuerplattform Elster zu machen. Doch die ist dem Ansturm offenbar nicht gewachsen.

Am Sonntagabend hieß es auf der Website, dass das „enorme Interesse an den Formularen zur Grundsteuerreform“ zu „Einschränkungen bei der Verfügbarkeit“ geführt habe. Aktuell arbeite man „intensiv daran, Ihnen so schnell wie möglich die gewohnte Qualität zur Verfügung stellen zu können“.

Elster teils überhaupt nicht aufrufbar

Generell können Bürger und Bürgerinnen über die Steuerplattform Elster ihre Steuererklärungen elektronisch abgeben. Am Sonntagabend sowie in der Nacht zum Montag war die Website teilweise aber gar nicht aufrufbar gewesen.

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts muss die Grundsteuer neu berechnet werden. Daher müssen Millionen Haus-, Wohnungs- und Grundstücksbesitzer seit dem 01.07.2022 und bis spätestens 31.10.2022 eine Art zweite Steuererklärung abgeben. Diese muss in der Regel elektronisch über Elster abgegeben werden. Dabei sind Daten zur Flurnummer des Grundstücks, zum Baujahr und der Wohnfläche des Gebäudes sowie zum Bodenrichtwert anzugeben. Abhängig vom Bundesland werden mal mehr, mal weniger Daten abgefragt, da die Länder unterschiedliche Berechnungsmodelle verwenden.

Höhe der neuen Grundsteuern erst später bekannt

Wohnungseigentümer müssen sich auf einige Hundert Euro Kosten pro Jahr einstellen, bei Eigentümern größerer Mietshäuser kann es um vierstellige Beträge gehen. Allerdings werden die Eigentümer die genaue Höhe der künftigen Grundsteuer wohl erst 2025 erfahren.

Der Grundsteuerwert, der aus den Daten errechnet wird, ist lediglich eine Komponente bei der Berechnung der Grundsteuer. Zudem können die Gemeinden ihre Hebesätze anpassen und damit selbst bestimmen, wie hoch die Grundsteuer bei ihnen ausfällt.

Eigentümer können die Seite Grundsteuerreform.de als zentrale Anlaufstelle nutzen. Dort wird auf die jeweiligen Infoseiten der einzelnen Länder verlinkt, auf denen auch Übersichten und Formulare zu finden sein sollen, die weiter helfen.

Quelle: dpa