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Steigende Ölpreise machen Pelletheizungen interessanter

Wer eine Ölheizung hat, muss in der kommenden Saison deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Besitzer von Pelletheizungen dürfen sich freuen, denn hier bleiben die Preise aktuell stabil.

Der Umstieg auf Pelletheizungen wird neben einigen anderen Vorteilen mit stabilen Preisen für das Verbrauchsmaterial beworben. Das dieses Argument tatsächlich zutrifft, stellt die Entwicklung der Pelletpreise zweifelsfrei unter Beweis.

Wie sehen die Pelletpreise im Jahr 2018 konkret aus?

Nach den offiziellen Zahlen des Deutschen Pelletinstituts lag der Preis pro Tonne Pellets im Januar 2017 im Schnitt bei 242,11 Euro. Im Januar 2018 mussten die Kunden durchschnittlich 251,34 Euro pro Tonne Pellets bezahlen. Üblicherweise werden die Vorratsbehälter zum Ende des Sommers oder spätestens zu Herbstbeginn aufgefüllt. Wer sein Verbrauchsmaterial für die Pelletheizung im August 2018 eingekauft hat, wurde durchschnittlich mit 237,49 Euro pro Tonne zur Kasse gebeten. Das entspricht einem Aufpreis von 7,03 Euro im Vergleich zu den Werten des Jahres 2017. Im September 2018 stieg der Preis auf 240,92 Euro pro Tonne. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet das einen Anstieg der Pelletpreise um 8,23 Euro pro Tonne. Das sind gerade einmal 3,5 Prozent mehr. Allerdings fallen aktuell regionale Unterschiede ins Auge. In kleineren Mengen sind Pellets in Süddeutschland am günstigsten und im Norden und Osten Deutschlands am teuersten. Bei großen Liefermengen kehrt sich das Bild der Pelletpreise um. Bei mittleren Liefermengen profitieren Kunden in Mitteldeutschland von den niedrigsten Preisen.

Ölheizungen verursachen 2018 deutlich höhere Kosten

Wer eine Ölheizung betreibt, muss sich im kommenden Winter auf deutlich höhere Heizkosten einstellen. Das gilt für Besitzer von Eigenheimen genauso wie die Mieter, bei denen die Heizkosten über die Betriebskostenabrechnung umgelegt werden. Mieter müssen sich auf eventuelle Nachforderungen sowohl für das Jahr 2018 als auch das Jahr 2019 einstellen. Der Grund sind die rasant gestiegenen Ölpreise. Von Oktober 2017 bis Ende September 2018 wurde die Rohölsorte Brent um mehr als 50 Prozent teurer und liegt aktuell bei knapp 85 Dollar pro Barrel. Die Preissteigerung binnen Jahresfrist sieht bei der Ölsorte WTI ähnlich aus. Allerdings ist hier das Barrel derzeit rund 10 Dollar günstiger.

Fazit: Wer auf eine Pelletheizung umgerüstet hat, kann sich aktuell eine Kostensteigerung von rund 47 Prozent ersparen. Allein schon das wäre ein Grund für eine schnelle Modernisierung der Heizung. Hinzu kommen jedoch die Umweltvorteile, denn eine Pelletheizung kann im Gegensatz zur Ölheizung eine neutrale CO2-Bilanz vorweisen. Warum? Beim Verbrennen der Pellets wird nur soviel Kohlendioxid in die Luft abgegeben, wie der Luft beim Wachstum der Bäume entzogen wurde, aus denen die Pellets hergestellt werden. Zudem handelt es sich bei den Pellets zu einem großen Teil um Abfälle, die in der Holzindustrie ohnehin anfallen.

Quelle: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband, Börse Frankfurt