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So gefährlich ist der Hausstaub

Hausstaub findet sich in jedem Haushalt, auch wenn man noch so sehr auf Sauberkeit achtet. Allerdings kann der Hausstaub auch zur Gefahr werden. In den Flusen sammeln sich nämlich nicht nur Hautschuppen von Mensch und Haustier, Krümel vom Frühstückstisch und Pollen aus dem Garten, sondern auch flüchtige Schadstoffe. Sie entweichen meist in Gasform aus den heimischen Elektrogeräten. Ebenfalls können die Leimverbindungen der Möbel Giftstoffe absondern. Weichmacher, die in Kunststoffen genutzt werden, so genannte Diphthalate, etwa aus dem Duschvorhang, können ebenfalls entweichen. Sie stehen sogar in dem Ruf, die Zeugungsfähigkeit des Mannes beeinträchtigen zu können. Zusätzlich können Insektizide in den Staubflusen anfallen, die bei empfindlichen Menschen zu Allergien führen können.

Das Umweltbundesamt hat deutsche Haushalte untersucht und in mehr als der Hälfte der Fälle eine stark belastete Raumluft festgestellt. Jeder 20. Innenraum war sogar mit Raumluft versorgt, deren Grenzwerte bei einigen Stoffen um fünf Prozent überschritten wurden. Und diese Grenzwerte gelten im Regelfall für die Außenluft, die zusätzlich mit Abgasen von Autos und Fabriken belastet ist.

Wozu führen Hausstaub und Luftbelastung?

Hausstaub und Belastungen der Innenraumluft mit Schadstoffen können das allgemeine Wohlbefinden der Bewohner negativ beeinflussen. Sie können zu tränenden Augen und Reizungen der Atemwege führen. Auch Störungen in der Fruchtbarkeit und insgesamt negative Auswirkungen auf das Immunsystem sind möglich.

Generell gefährlich sind Duftstoffe aus Duftkerzen und Raumsprays. Am Markt werden etwa 2.000 bis 3.000 Duftstoffe angeboten, doch nur ein winziger Teil von ihnen wurde bisher überhaupt untersucht. Es ist also völlig unklar, welche Auswirkungen die Duftstoffe auf die menschliche Gesundheit haben.

Wie kann ich gegen Belastungen in der Luft vorgehen?

Die beste Lösung, um die Schadstoffe aus dem Wohnraum zu bekommen, ist das regelmäßige Stoßlüften. Mindestens drei Mal pro Tag sollte man die Fenster komplett öffnen und auf Durchzug umschalten.

Ebenfalls sollte man beim Staubsauger darauf achten, dass dieser einen Hepa-Filter enthält. Der sorgt nämlich dafür, dass auch feine Staubpartikel gefiltert werden. Staubsauger ohne Hepa-Filter entfernen nur den groben Dreck, lassen feine Staubpartikel aber liegen. Beim Staubwischen sollte auf Staubwedel und flauschige Staubtücher verzichtet werden. Die wirbeln den Staub nur auf und sorgen damit weder für eine effektive Reinigung, noch für eine Entfernung der Schadstoffe aus der Innenraumluft.

Am besten wischt man nebelfeucht Staub. Dafür können zwei Tücher verwendet werden, von denen das erste angefeuchtet und gründlich ausgewrungen wird. Das zweite, trockene Tuch, wickelt man um das erste, wringt alles aus und erhält zwei nebelfeuchte Staubtücher.

Alternativ kann ein trockenes Staubtuch über einen Zerstäuber mit Wasser befeuchtet werden. Mikrofasertücher eignen sich hier am besten, da die Mikrofasern wie kleine Bürsten funktionieren und den Staub tatsächlich aufnehmen, statt ihn nur aufzuwirbeln. Die Mikrofasertücher sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, damit der Staub vollständig aus ihnen entfernt wird. Oft kann man dann übrigens auch auf Reinigungsmittel verzichten.