Schwimmen – wie der Freizeitspaß mit dem Hund garantiert gelingt

Badespaß mit HundBei über 30 Grad Celsius im Schatten ist an eine lange Wanderung durch den Wald mit dem besten Freund des Menschen nicht zu denken. Aber bei schönstem Sonnenschein nur zu Hause sitzen? Das geht auch nicht. Badespaß ist angesagt – für Hund und Halter. Doch wie bewegen Sie Ihren Hund am besten, ins Wasser zu gehen? Als erste Faustregel gilt: Zwingen Sie Ihren Hund nicht! Animieren Sie ihn, sich ins kühle Nass zu begeben. Sie können schon den Junghund ab etwa drei Monaten ans Wasser gewöhnen. Lassen Sie ihn zunächst das Ufer und den Rand des Wassers erkunden. Loben Sie ausgiebig, wenn das erste Pfötchen ins Wasser gestellt wird und fahren Sie Schritt für Schritt fort.

Viele Hunde lassen sich durch schwimmfähige Spielzeuge zum Planschen animieren, andere werden erst durch Herrchen, das mit ins Wasser geht, zu echten Wasserratten. Probieren Sie aus, was bei Ihrem Hund am besten anschlägt. Achten Sie aber auch auf die Rasse. Hunde mit kurzen Schnauzen neigen dazu, schnell unter Atemnot zu leiden. Sie werden wahrscheinlich nie ausdauernde Schwimmer, können aber zumindest am Ufer ein wenig planschen und sich abkühlen. Zudem sollten Sie folgende Regeln beachten, wenn Sie ungetrübten Badespaß mit dem Vierbeiner erleben wollen:

Denken Sie an die Gesundheit Ihres Hundes

Zuerst einmal gilt, dass nur Hunde, die vollumfänglich fit sind, schwimmen sollten. Machen Sie also bei Bedarf oder bei älteren Tieren vorab einen Gesundheits-Check. Bei offenen Wunden oder einer Entzündung im Ohr sollten Sie aufs Baden mit Hund verzichten.

Beachten Sie, dass das Schwimmen für den Hund sehr anstrengend ist. Die meisten Hunde spüren diese Erschöpfung allerdings nicht, sondern wollen immer weiter schwimmen. Als Halter wissen Sie am besten, wann es für Ihren Hund reicht und können das Spiel mit dem Stöckchen im Wasser dann entsprechend abbrechen. Hören Sie immer auf, wenn es am schönsten ist, so dass Ihr Hund das Schwimmen stets mit Freude verbindet und auch beim nächsten Mal wieder Spaß daran hat.

An sehr heißen Tagen sollten Sie Ihren Hund nicht mit Anlauf ins eisige Wasser springen lassen. Das kann Herz und Kreislauf stark belasten. Achten Sie also darauf, dass Ihr Hund Schritt für Schritt ins Wasser geht, um sich an die kühlende Erfrischung zu gewöhnen.

Nach einem langen Tag am Badesee gilt es außerdem, Ihrem vierbeinigen Gefährten Ruhe zu gönnen. So kann er neue Kraft für den kommenden Tag und einen erneuten Bade-Ausflug sammeln.

Mit dem Hund am See ist Rücksicht zu nehmen

Nehmen Sie außerdem Rücksicht auf andere Badegäste. An gut besuchten Badeseen sollten Sie ausreichend Abstand zu Nicht-Hundehaltern wahren. Nutzen Sie am besten ausgewiesene Hunde-Zonen fürs Baden. Achten Sie auch darauf, dass Sie nicht in einem See mit Hunde-Verbot baden.

Zudem sollte Ihr Hund idealerweise „nackt“ schwimmen. Halsband, Geschirr, Schleppleine – all das sind potenzielle Gefahrenquellen. Sie könnten dazu führen, dass sich die Pfoten darin verfangen und der Hund nicht mehr schwimmen kann.

Möchten Sie gemeinsam mit Ihrem Hund baden, sollten Sie genügend Abstand wahren. Viele Hunde werden unsicher, wenn sie den Boden unter den Pfoten verlieren und  krallen sich dann mit Verzweiflung an ihren Menschen. Das ist äußerst unangenehm und schmerzhaft.

Abtrocknen müssen Sie Ihren Hund nach dem Badevergnügen bei diesen Temperaturen nicht. In der Regel schüttelt er sich den Großteil des Wassers aus dem Fell und der Rest trocknet beim Toben am Ufer. Lediglich an kühleren Tagen sollte der Hund mit einem Handtuch abgetrocknet werden. Beim Baden in Salzwasser ist dieses natürlich abzuspülen, da es sonst zu Hautirritationen kommen könnte.