Schiersteiner Autobahnbrücke – Bau verzögert sich

Autofahrern wird es nicht einfacher gemacht. Der Bau der Schiersteiner Autobahnbrücke zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz wird sich um gut ein halbes Jahr verzögern. Das Projekt auf der A643 soll demnach nicht mehr 2019, sondern erst 2020 fertiggestellt werden, wie die Straßenverkehrsbehörde Hessen mobil am Montag in Wiesbaden bestätigte. Allerdings soll die erste neue Brückenhälfte schon im Dezember 2016 freigegeben werden. Für die zweite Brückenhälfte plant man derzeit die Freigabe Mitte 2020.

Warum verzögert sich Fertigstellung der Schiersteiner Autobahnbrücke?

Technische Probleme auf hessischer Seite sind laut Angaben von Hessen mobil für die Verzögerungen verantwortlich. Bei einer Pfeilerachse habe man kontaminierten Boden entdeckt, der vor dem Weiterbau ausgetauscht werden müsse. Zudem müssten Zement-Injektionen gesetzt werden, um den Boden zu stabilisieren. Erst dann könnten die vormontierten Brückenteile aus Stahl in Richtung Rhein geschoben werden.

Derzeit bauen beide Bundesländer aus ihrer Richtung die Fahrbahnen parallel zur alten Rheinbrücke mehrspurig aus. Der Neubau der ersten Teilbrücke sollte eigentlich bereits im Sommer 2016 zusammengeführt werden. Vorübergehend sollte diese Teilbrücke den gesamten Verkehr aufnehmen. Doch jetzt müssen Autofahrer noch ein halbes Jahr Geduld mehr aufbringen. Auch der Abriss der alten Schiersteiner Brücke verzögert sich damit.

Nadelöhr an Schiersteiner Autobahnbrücke

Dabei war die alte Schiersteiner Autobahnbrücke bereits im Februar nach einem Bauunfall für mehrere Wochen gesperrt worden. Die gesamte Region wurde dadurch in ein echtes Verkehrschaos gestürzt. Jetzt planen die Verantwortlichen, demnächst auch wieder LKWs mit mehr als 3,5 Tonnen über die alte Brücke fahren zu lassen. Schon im November soll es soweit sein, ein genaues Datum stehe aber noch nicht fest, wie der Landesbetrieb Mobilität in Rheinland-Pfalz ankündigte.

Quelle: FAZ