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Richtig kompostieren – so klappt es

Heute feiert man den „Lerne-wie-Kompostieren-geht-Tag 2016“, einen zugegebenermaßen etwas skurril anmutenden Gedenktag. Doch spielt der Komposthaufen in nahezu jedem (Klein-)Garten eine wichtige Rolle und es entstehen beim Kompostieren viele Fehler. Wir zeigen deshalb heute, wie Sie einen Komposthaufen am besten anlegen können.

Ideal ist es, den Kompost im Herbst aufzuschichten, weiß die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Über den Sommer werden die Gartenabfälle dafür gesammelt und mit neuem zerkleinerten Material auf einen bereits vorhandenen offenen Komposthaufen aufgesetzt. Dabei sollten gut drei Prozent der Masse aus bereits fertigem Kompost bestehen oder zugegeben werden. In diesem leben die für die Umwandlung des Komposts zu Humus benötigten Mikroorganismen.

Diese Zutaten braucht ein guter Komposthaufen

Für einen funktionstüchtigen Komposthaufen bedarf es noch weiterer Zutaten. Gut zehn Kilogramm Gesteinsmehl empfehlen Experten pro Kubikmeter. Außerdem sind fünf Kilogramm Algenkalk oder Hüttenkalk eine ideale Ergänzung für den Kompost. Durch das Gesteinsmehl wird die unangenehme Geruchsbildung verhindert. Gleichzeitig kann es den Kompost mit Mineralien anreichern. Der Kalk dagegen sorgt dafür, dass organische Säuren gebunden werden.

Ist der Kompost aufgesetzt worden, muss sich im Inneren eine Wärme von 50 bis 60 Grad Celsius bilden. Das ist aber nur in einem mindestens drei Kubikmeter großen Komposthaufen möglich. Sollte die Temperatur absinken, können Sie den äußeren Kompost nach innen umschaufeln und den Kompost wieder mit Stroh, Pflanzen oder Lochfolie abdecken. Gut ein halbes bis ein Jahr dauert es, bis sich aus dem Kompost ein günstiger und guter Dünger entwickelt hat.

Darauf sollten Sie beim Kompostieren achten

Darüber hinaus gibt es weitere Dinge, die Sie beachten sollten. Mitunter beginnt der Komposthaufen unangenehm zu riechen. Fast immer ist daran zu viel Nässe im Kompost Schuld. Diese entsteht, wenn frischer, noch feuchter Rasenschnitt auf den Kompost gebracht wird. Lassen Sie diesen also erst sorgfältig separat trocknen, bevor Sie ihn auf den Kompost geben.

Ebenfalls sollten Sie darauf achten, im Herbst nicht zu viel Laub auf den Komposthaufen zu geben. Maximal 20 Prozent Laub sind erlaubt, damit der Komposthaufen seine Arbeit verrichten kann. Zu beachten ist außerdem, dass sich nicht jedes Laub gleichermaßen zum Kompostieren eignet. Eichen, Platanen und Walnussbäume haben ein sehr langsam verrottendes Laub, das besser anderweitig entsorgt wird. Ist dann der Standort des Komposthaufens noch sehr trocken, kann es gut zwei bis drei Jahre dauern, bevor dieser zu Humus wird. Die Blätter dieser Gehölze sollten deshalb, wenn überhaupt, nur zerkleinert auf dem Kompost landen.

Quelle: Landwirtschaftskammer NRW