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Post verbessert Service und bietet Paketkasten an

Wieder einmal kommt man nach einem stressigen Tag nach Hause und muss sofort wieder los. Im Briefkasten liegt die obligatorische Benachrichtigung, dass ein Paket nicht zugestellt werden konnte und auf dem nächsten Postamt, bestenfalls sogar beim Nachbarn abgegeben wurde. Es ist immer das Gleiche, wenn die Paketboten von DHL ihre Lieferungen verteilen, dann sind die meisten Menschen auf der Arbeit. In den Städten gibt es mit der Packstation eine gute Lösung für all jene, die sich den zusätzlichen Gang aufs Postamt sparen wollen. In ländlichen Regionen will die Deutsche Post nun auch eine Lösung gefunden haben: Den Paketkasten.

Der kann vor der eigenen Haustür abgestellt werden und sorgt dafür, dass Pakete immer zugestellt werden können. Schon seit Herbst letzten Jahres wurden diese Paketkästen erprobt, anfangs nur im Großraum Bonn und in Ingolstadt. Jetzt sollen sie bundesweit zur Verfügung stehen. Jürgen Gerdes, Konzernvorstand bei der Post, spricht gar von der „größten Erfindung seit dem Briefkasten“.

Wer kann einen Paketkasten von der Post erhalten?

Das Angebot der Paketkästen richtet sich an alle Bürger, wobei man jedoch vorwiegend Bewohner von Ein- und Zweifamilienhäusern ansprechen will. Sie könnten den Paketkasten auf dem eigenen Grundstück aufstellen. Bei Mehrfamilienhäusern ist das zwar grundsätzlich auch möglich, allerdings muss hier erst geklärt werden, ob der Paketkasten, der sowohl als Standmodell als auch zur Wandmontage angeboten wird, ausreichend Platz hätte.

So sollen die Paketkästen funktionieren

Kommt eine Lieferung und der Empfänger ist nicht zu Hause, könnten die DHL-Fahrer das Paket in den Paketkasten legen. Zuerst muss der Service jedoch im Internet aktiviert werden. Sollte sich eine Sendung im Paketkasten befinden, so wird zusätzlich die übliche Benachrichtigung im Briefkasten hinterlegt. Ein spezieller Schlüsselchip öffnet den Paketkasten, der auch an Dritte weiter gegeben werden kann. Auf diese Weise könnten sich mehrere Nachbarn einen Paketkasten teilen. Alle Nachbarn müssen sich dafür aber gleichermaßen online registrieren. Ein Problem bleibt aber trotz aller Vorteile: Werden Pakete von DHL geliefert, bringt der Paketkasten etwas. Kommen aber Hermes, DPD oder GLS vorbei, so werden die Pakete nicht im Paketkasten abgelegt.

Einen zusätzlichen Service will DHL mit den Paketkästen außerdem bieten – die Abholung. Diese muss ebenfalls online in Auftrag gegeben werden. Der Vorteil zur klassischen Abholung von zu Hause besteht bei der Abholung aus dem Paketkasten aber darin, dass diese gratis ist. Insbesondere Onlineshopper, die häufige Retouren haben, könnten daher von dem neuen System profitieren.

Mit welchen Kosten ist für einen Paketkasten zu rechnen?

Die Paketkästen werden ab etwa 99 Euro angeboten. Dieser Preis gilt für eine Basisversion in Weiß in der Größe L, die an der Wand montiert wird. Gegen Aufpreis kann ein Briefkasten dazu bestellt werden. Größe und Farbe lassen sich, den entsprechenden Aufpreis vorausgesetzt, ebenfalls ändern. Allerdings können diese Extrawünsche dann schnell zu Kosten von 400 und mehr Euro führen.

Für absolute Individualisten gibt es zudem die Möglichkeit, den Paketkasten nach seinen ganz persönlichen Vorstellungen anzufertigen. Eigens dafür arbeitet DHL mit einer Partnerfirma zusammen. Außerdem besteht die Möglichkeit, den Paketkasten zu mieten. Eine einfache Standbox kostet 1,99 Euro pro Monat und die Mindestvertragslaufzeit beträgt 36 Monate.

Es gibt günstige Alternativen zum Paketkasten

Aber es muss nicht unbedingt ein Paketkasten sein, denn die Post bietet auch Alternativen. Dazu gehören die eingangs erwähnten Packstationen. Mittels Chipkarte und TAN-Nummer lassen sich die Pakete an den rund um die Uhr verfügbaren Packstationen abholen. Problematisch ist nur, dass auch sie nicht immer um die Ecke liegen.

Ebenfalls kann ein Wunschnachbar benannt werden, der die Pakete abnimmt. Die Entfernung zu ihm sollte jedoch nicht zu groß sein, damit die Vorteile der Paketannahme nicht aufgezehrt werden. Und die dritte Variante ist ein Wunschort, an dem das Paket abgelegt werden darf. Dieser muss jedoch auf dem eigenen Grundstück liegen, trocken sein und darf nicht einzusehen sein.