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Onlinehandel weltweit im Aufwind

Wer heute Waren schnell, günstig und bequem kaufen will, der greift zu Maus und Computer, statt zum Autoschlüssel, um in die Innenstadt zu fahren. Weltweit gehört Deutschland zu den fünf wachstumsstärksten Märkten für Onlinegeschäfte. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney hervor. Insgesamt wurden in dem „Global Retail E-Commerce Index“ 30 Staaten betrachtet. Auf Platz eins landen die USA, Platz zwei belegt China, Platz drei geht an Großbritannien, Platz vier an Japan und Platz fünf an Deutschland. Damit konnte Deutschland sich im Vorjahresvergleich um einen Platz verbessern und sogar Südkorea überholen.

Bei der Studie werden vier verschiedene Faktoren für den Onlinehandel ausgewertet, um daraus einen Gesamtwert zu ermitteln. Bei dem Faktor „Konsumentenverhalten“ schnitt Deutschland besonders gut ab. In diesem geht es unter anderem um die Internetabdeckung des Landes und die Offenheit der Konsumenten gegenüber neuen Technologien.

Onlinehandel auf Erfolgskurs

Die Studie gab an, dass der Onlinehandel auch 2014 seinen Wachstumskurs aufrechterhalten konnte. Der globale Online-Umsatz ist demnach um ein Fünftel gestiegen und betrug damit 800 Milliarden US-Dollar.

In den USA war es vor allem die allgemein anziehende Konjunktur, von der auch der Onlinehandel profitierte. Damit konnten die USA sogar China vom einstigen Spitzenplatz vertreiben. Die Experten führen dies zum einen auf das schwächere Wachstum Chinas im E-Commerce, zum anderen aber auch auf die offenen Fragen zu den makroökonomischen Rahmenbedingungen zurück. Dazu zählen etwa die Fragen nach Infrastrukturinvestitionen oder Verbraucherausgaben.

In der Studie ist auch von mehreren großen Tends die Rede, die den Onlinehandel derzeit prägen. Besonders deutlich wird dabei die Omnichannel-Strategie, bei der Filialgeschäfte zusätzlich einen Onlinehandel betreiben. Außerdem profitieren große Onlinehändler davon, sich mit dem E-Commerce sehr schnell neue Märkte erschließen zu können. Dies gelte laut der Studie insbesondere in den Schwellenländern mit enorm hohen Wachstumsraten.

Quelle: Spiegel