Neuer Fund aus Pompeji vorgestellt

Schon seit dem 18. Jahrhundert werden in Pompeji Ausgrabungen durchgeführt und trotzdem entdecken die Archäologen immer wieder Neues. Jetzt haben sie einen Fund von Kristallen, Knochen, Bernstein und Amethysten vorgestellt.

Im aktuell vorgestellten Fund aus Pompeji befindet sich unter anderem eine Glasperle mit einem eingravierten Kopf des römischen Gottes des Weins, der Fruchtbarkeit und des rituellen Wahnsinns, Dionysos. Auch Skarabäen aus dem Nahen Osten, Amethyste, Bernstein, Keramik, Kristalle und Knochen gehören zu dem jetzigen Fund. Diesen haben die Archäologen in einem Haus in der antiken Stadt Pompeji entdeckt. Es wurde, wie alle anderen Häuser, bereits unter Vulkanasche begraben.

Schmuckfund in Holzkiste

Wie die Forscher bekannt gaben, haben sich die Stücke ursprünglich in einer Holzkiste befunden. Das Holz hatte sich zwar über die Jahrtausende zersetzt, allerdings härtete die Vulkanasche auf den Bronzescharnieren aus, so dass diese erhalten blieben. Die Archäologen gehen aufgrund der Bronzescharniere davon aus, dass die Gegenstände einer Sklavin oder Dienerin gehörten. Denn die Reichen setzten stets auf Scharniere aus Gold.

Fakt sei aber, dass der aktuelle Fund einer Frau gehörte, wie Ausgrabungsleiter Massimo Osanna der BBC gegenüber erklärte. Die Gegenstände könnten entweder als Glücksbringer für Rituale oder als Schmuck verwendet worden sein.

In dem frei gelegten Haus haben die Archäologen außerdem zehn Leichen entdeckt, unter denen auch Frauen und Kinder waren. Durch DNA-Analysen versuchen sie jetzt, einen Verwandtschaftsgrad zwischen ihnen herzustellen.

Pompeji ist immer für eine Überraschung gut

Obwohl die Ausgrabungen in der antiken Stadt Pompeji bereits im 18. Jahrhundert begannen, finden die Forscher hier immer wieder etwas Neues. So zeigte erst vor wenigen Monaten ein Fund, dass die bisherige Annahme, dass Pompeji am zerstört worden sei, falsch sei. Forscher fanden eine Inschrift eines Arbeiters, die vom 17. Oktober stammen könnte.

Die Stadt Pompeji liegt am Südwestrand Neapels. Zusammen mit mehreren Nachbarorten war sie beim Ausbruch des Vulkans Vesuv unter dessen Asche begraben und damit weitestgehend konserviert worden. Mittlerweile ist Pompeji sogar UNESCO-Welterbestätte und zieht Jahr für Jahr Millionen Touristen an.

Quelle: evh