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Neue Probleme beim Betrieb der Raumstation ISS

Die Pannenserie bei der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos reißt nicht ab. Erneut ist davon auch die internationale Raumstation ISS mit betroffen. Die für den 15. Mai 2015 angesetzte Anhebung der Flughöhe der Raumstation konnte nicht planmäßig durchgeführt werden, da der Antrieb des Raumfrachters „Progress M-26“ nicht betriebsbereit war. Die Wissenschaftler und Techniker von Roskosmos wollen nur am 18. Mai 2015 einen weiteren Versuch starten, die notwendige Höhenkorrektur um 2,8 Kilometer durchzuführen. Außerdem wird derzeit geprüft, ob für die Höhenkorrektur ein anderes Triebwerk verwendet werden könnte.

Warum sind die Höhenkorrekturen bei der ISS notwendig?

Zu Beginn bewegte sich die internationale Raumstation ISS auf einer Höhe von rund 350 Kilometern. Seit Sommer 2011 fanden Höhenkorrekturen in mehreren Etappen statt, die dafür gesorgt haben, dass die durchschnittliche Flughöhe der ISS seit Ende 2012 bei etwa 400 Kilometern liegt. In dieser Höhe ist immer noch ein minimaler Luftwiderstand vorhanden, Er sorgt dafür, dass sich die Flughöhe der internationalen Raumstation ISS pro Tag um etwa fünfzig bis hundert Meter reduziert. Dieser Höhenverlust muss immer wieder ausgeglichen werden, was die ISS aus eigener Kraft nicht kann. Dafür werden die Triebwerke der Raumtransporter verwendet, mit denen die Besatzung der ISS versorgt wird. Das sind in der Hauptsache die Raumtransporter der „Progress“-Reihe, bei denen es in jüngster Zeit immer wieder zu Pannen gekommen ist. Erst am 8. Mai 2015 war ein solcher Raumtransporter nach dem Verlust der Kontrolle über die Steuerung in den Pazifik gestürzt.

Pannenserie bei Roskosmos geht weiter

Am 15. Mai 2015 gab es nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax einen weiteren Zwischenfall bei der Raumfahrtbehörde Roskosmos. Kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur stürzte eine Trägerrakete der Serie „Proton-M“ ab, die einen mexikanischen Satelliten ins All bringen sollte. Der rund 5,4 Tonnen schwere Satellit „MexSAT1“ war für die Verbesserung der Kommunikation in Südamerika und Mexiko gedacht. Ob es Schäden durch die rund zehn Tonnen giftigen Treibstoff an Bord der abgestürzten Trägerrakete „Proton-M“ in der Absturzregion gegeben hat, ist derzeit noch unklar. Roskosmos hat nun geplante Starts von Trägerraketen dieser Serie ausgesetzt, bis die Wissenschaftler die Ursache des Absturzes geklärt haben.

Quelle: n-tv