Nächster Versorgungstransport zur ISS unterwegs

Am 19. April 2019 erwarten die Astronauten in der Internationalen Raumstation ISS den „Cygnus“-Frachter. Er soll sie mit 3,5 Tonnen Nachschub versorgen und wurde am 17. April 2019 erfolgreich in Virginia auf den Weg ins All geschickt.

Die „Cygnus“-Raumfrachter kommen schon seit 2014 bei der Versorgung der ISS zum Einsatz. Allerdings musste die NASA bereits bei einer der ersten Versorgungsmissionen mit diesem System einen Rückschlag hinnehmen. Der Raumfrachter „Cygnus Orb-3“ erreichte sein Ziel im Oktober 2014 nicht, weil die Trägerrakete der Baureihe Atlas V explodierte. Bei der aktuellen Versorgungsmission ging eine Trägerrakete der Serie Antares-230 auf die Reise.

Welche Vor- und Nachteile haben die „Cygnus“-Raumtransporter?

Ein Nachteil ist, dass die „Cygnus“-Raumtransporter nicht wiederverwendungsfähig sind. Sie verglühen samt Inhalt beim Wiedereintritt in die Atmosphäre. Diesen Nachteil bringen auch die Systeme Progress (Russland), ATV (Europa) und HTV (Japan) mit. Der am 17. April 2019 gestartete Raumtransporter „Cygnus“ bringt zwei große Sonnensegel mit einer Leistung von 3,5 Kilowatt mit. Der Raumfrachter kann nach der Lösung von der Internationalen Raumstation bis zu einem halben Jahr im Orbit verbleiben. Das ist bei der aktuellen Mission auch vorgesehen. In dieser Zeit sollen an Bord des Servicemoduls wissenschaftliche Experimente durchgeführt werden.

NASA will zurück auf den Mond

Donald Trump hat die NASA angewiesen, spätestens im Jahr 2024 erneut Menschen auf den Mond zu bringen. Die NASA nahm die Herausforderung an, wie Jim Bridenstine am 9. April 2019 auf den Weltraum-Symposium offiziell bestätigt hat. Dabei wird die NASA ebenfalls mit privaten Raumfahrtunternehmen kooperieren. Das Ziel der neuen Mondmission ist die genauere Erkundung der von der Erde abgewandten Mondseite. Bis zum Jahr 2028 soll außerdem eine kleine Raumstation in der Nähe des Mondes entstehen. Sie soll als Basis für Erkundungsflüge zum Mond dienen und außerdem als Versorgungspunkt für spätere Flüge zum Mars genutzt werden. Die offizielle Bestätigung für den Bau der Raumstation namens „Gateway“ kam bereits im November 2018. Die Mond-Raumstation soll deutlich kleiner als die ISS werden und Astronauten Aufenthalte bis zu einer Dauer von drei Monaten ermöglichen. Die NASA hat sich zum Ziel gesetzt, die neue Raumstation mit maximal sechs Raketenstarts ins All zu bringen. Dabei soll das von der NASA selbst entwickelte Space Launch System zum Einsatz kommen. Der erste Start dieser neuen Trägerraketen ist für das Jahr 2020 geplant. Bei dieser Mission sollen 12 Cubesats im All platziert werden.

Quelle: NASA