Windpark Arkona mit einem Festakt eröffnet

Deutschland ist den Zielen bei der Umstellung auf die Nutzung erneuerbarer Energien ein Stück näher gekommen. Am 16. April 2019 ging der Windpark Arkona ans Netz.

Das Ziel der Bundesregierung besteht darin, rund zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs mit erneuerbaren Energiequellen zu decken. Der Windpark Arkona trägt dazu künftig mit einer Leistung von 385 Megawatt bei.

Zahlen und Fakten rund um den Windpark Arkona

Der Windpark Arkona erstreckt sich auf eine Fläche von rund 37 Quadratkilometern. Er befindet sich etwa 35 Kilometer von der Küste der Insel Rügen entfernt und grenzt im Nordosten an den Windpark Wikinger an. Insgesamt wurden bis zum Zeitpunkt der offiziellen Eröffnung 60 Windkraftanlagen in Betrieb genommen. Das erste Windrad lieferte bereits im September 2018 Strom. Die auf Monopiles verankerten Windkrafträder arbeiten mit Turbinen der Marke Siemens Gamesa SWT-6.0-154. Jede dieser Turbinen kann bei optimalen Bedingungen eine Leistung von 7 Megawatt liefern. Die Drehzahl der Rotoren liegt zwischen 5 und 11 Umdrehungen pro Minute. Sie liefern den Strom bereits ab einer Windsgeschwindigkeit von 3 Metern pro Sekunde. Für die Wartung der Technik bringen die Maschinenhäuser der Windkrafträder eine Landeplattform für Hubschrauber mit. Die Windräder im Windpark Arkona sind mit zwei Gleichrichtern ausgestattet. Das verhindern, dass bei einem Defekt eines Gleichrichters die komplette Stromleistung der Anlage ausfällt.

Wie kommt der Strom vom Windpark Arkona zu den Verbrauchern?

Die einzelnen Windkrafträder sind mit einer Umspannstation inmitten des Windparks Arkona verbunden. Von dort aus wird der Strom mit einer Spannung von 220 Kilovolt über ein Seekabel zur Insel Rügen transportiert. Dort übernimmt das Umspannwerk Lubmin die weitere Verteilung. Sollte das Seekabel nach Lubmin ausfallen, ist eine Umleitung des im Windpark Arkona erzeugten Stroms über ein Seekabel möglich, welches zur Umspannstation des Seeparks Wikinger führt. Als Servicehafen für den neuen Windpark ist der Mukran Port zuständig. Beim Mukran Port handelt es sich um den 1986 in Betrieb genommenen Hafen Sassnitz. Er ist auch ein wichtiger Knotenpunkt an der Trasse der Gas-Pipeline North Stream.
Quelle: NDR, Siemens