Microsoft-Suchmaschine Bing wird 10 Jahre alt

Zusammen mit Google gehört Bing weltweit inzwischen zu den führenden Suchmaschinen. Im Juni 2019 darf Microsoft auf das zehnjährige Bestehen der Suchmaschine zurückblicken.

Am 1. Juni 2009 ging die Beta-Version von Bing als Nachfolger der zuvor von Microsoft verwendeten Suchmaschine Live Search an den Start. Im Januar 2012 beendete Microsoft die Beta-Phase, nachdem der Testlauf erfolgreich verlaufen war. Das Projekt wurde unter dem Codenamen „Kumo“ entwickelt.

Wie ging die Geschichte von Bing weiter?

Von Beginn an suchte sich Microsoft Kooperationspartner für den Betrieb der Suchmaschine. Die erste Kooperation dieser Art startete bereits im Jahr 2009 mit der von der Altaba Inc. schon seit 1994 entwickelten Suchplattform Yahoo. Ab dem Jahr 2010 verwendete Microsoft für die hauseigene Suchmaschine die Bewertungen der Facebook-Nutzer. Sie hatten einen entscheidenden Einfluss auf das Ranking der Websites in den Suchergebnissen. Hinzu kam schon in einem sehr frühen Stadium eine Kooperation mit der in Berlin beheimateten Ecosia GmbH. Die von dort entwickelte Suchmaschine Ecosia weist eine Besonderheit auf, denn 80 Prozent der Erlöse gehen an Naturschutzorganisationen, die sich mit der Rekultivierung gerodeter Wälder beschäftigen. Seit 2018 gehört Ecosia mehrheitlich der Steuernagel-Stiftung mit Sitz in der Schweiz. Im Sommer 2011 ging Microsoft eine Kooperation mit den Betreibern der Suchmaschine Baidu ein und liefert seither die Suchergebnisse für alle bei Baidu erfolgenden Anfragen in englischer Sprache. Allerdings werden dabei die Zensurregelungen der chinesischen Regierungen beachtet, sodass Baidu-Nutzer andere Suchergebnisse als alle anderen Nutzer von Bing bekommen.

Welche Bedeutung hat Bing als Suchmaschine aktuell?

Bing landete in jüngster Zeit bei den Marktanteilen auf dem zweiten Rang hinter Google. Allerdings unterscheiden sich die Marktanteile gewaltig. Auf Desktop-Rechnern bringt es Google derzeit auf rund 88,4 Prozent aller Page Views, während Bing lediglich rund fünf Prozent erreicht. Die Hoffnungen, die Nutzung von Bing durch den bei Windows 10 vorinstallierten und auf Bing voreingestellten Browser Edge zu verstärken, haben sich nicht erfüllt. Viele Anwender wechseln auf Google als Startseite oder installieren sich zusätzlich den Browser Chrome. Er bietet gegenüber Edge und Co. einige Vorteile, zu denen beispielsweise eine direkt aufrufbare und angebotene Übersetzungsfunktion für Websites gehört.

Quelle: Microsoft, Statista