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Messewirtschaft geht von 14 Milliarden Euro Minus aus

Fachmessen & Kongresse

Die Messewirtschaft in Deutschland rechnet mit massiven Verlusten in Höhe von mindestens 14 Milliarden Euro aufgrund des Coronavirus. Bereits abgesagt wurden die größte Reisemesse ITB und die Buchmesse in Leipzig – natürlich wegen Corona. Diesem Beispiel dürften noch etliche kleinere und größere Messen folgen.

Mehrere Bundesländer haben bereits beschlossen, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern, zu denen typischerweise Messen zählen, zu verbieten. Weltweit geht die Branche laut Kai Hattendorf, Geschäftsführer des Weltverbandes der Messewirtschaft von Verlusten von mindestens 14 Milliarden Euro aufgrund des Coronavirus aus.

Viele Messen abgesagt oder verschoben

Etliche Messen weltweit wurden schon abgesagt, wie die ITB in Berlin oder die Leipziger Buchmesse, andere werden um Monate verschoben, wie die Hannover Messe. Hattendorf erklärt dazu, dass dies neben der Messewirtschaft selbst auch die Aussteller treffe. Er sprach davon, dass „auf jeder Messe viele Aufträge geschrieben“ werden. Das geht somit durch alle Branchen hindurch und betrifft auch etliche Arbeitsplätze.

Daher fordert Hattendorf die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dazu auf, konkrete Maßnahmen auf EU-Ebene umzusetzen. Das können Staatsbürgschaften oder Kredite sein, aber auch die Stundung von Steuern. Ziel muss es immer sein, die Liquidität der Unternehmen zu sichern.

Messeverluste in Deutschland bei drei Milliarden Euro

Auch in Deutschland werden heftige Verluste im Messegeschäft erwartet. So geht der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA davon aus, dass durch Absagen und Verschiebungen von Messen der deutschen Wirtschaft Verluste von rund drei Milliarden Euro drohen.

Neben den Messeveranstaltern seien auch Gastronomie und Hotellerie, Transportgewerbe, Lieferanten und Handwerker vor Ort betroffen.

Quelle: dpa

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