Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Lawinengefahr im Alpenvorland steigt rapide an

Im gesamten Gebiet der Alpen ist die Gefahr des Abgangs von Lawinen in den letzten Tagen stark gestiegen. In sämtlichen alpinen Regionen in Süddeutschland gelten inzwischen mittlere und hohe Lawinenwarnstufen. Das Bayerische Staatsministerium weist gemeinsam mit den Verantwortlichen des vorbeugenden Katastrophenschutzes auf der offiziellen Homepage am 30. März 2015 folgende Lawinenwarnstufen aus:

• Berchtesgadener Alpen – Stufe 3
• Chiemgauer Alpen – Stufe 3
• Bayerische Voralpen – Stufe 3
• Werdenfelser Alpen – Stufe 3
• Ammergauer Alpen – Stufe 3
• Allgäuer Alpen – Stufe 3

In den Allgäuer Alpen wird von den Experten derzeit damit gerechnet, dass in den nächsten Stunden sogar die Lawinenwarnstufe 4 ausgerufen werden muss. Auch in den Ammergauer Alpen und den Werdenfelser Alpen nimmt die Lawinengefahr von Stunde zu Stunde zu.

Auch im angrenzenden Ausland ist die Lawinengefahr derzeit hoch

In der Schweiz gilt in sämtlichen Wintersportgebieten die Lawinenwarnstufe 3. Die einzige Ausnahme ist die Region Locarno, wo derzeit die Lawinenwarnstufe 2 aktiv ist. In Österreich ist die Lage derzeit ebenfalls sehr angespannt. Hier ist landesweit die Lawinenwarnstufe 3 in Kraft gesetzt worden. In Tschechien bestehen nach den aktuellen Angaben der Landesbehörde die größten Gefahren in den Skigebieten an der deutschen und polnischen Grenze. Gewarnt wird durchweg überall hauptsächlich vor dem Abgang so genannter Nassschneelawinen. Das ist einerseits dem einsetzenden Tauwetter und andererseits dem zusätzlichen Regen geschuldet.

Was sollte man über die Lawinenwarnstufen wissen?

Innerhalb Europas sind die Kriterien für die einzelnen Lawinenwarnstufen einheitlich geregelt. Die Lawinenwarnstufe 3 wird ausgerufen, wenn eine erhebliche Gefahr für den Abgang von Lawinen besteht. Die Lawinen können bei dieser Warnstufe sowohl spontan abgehen als auch durch sehr geringe Belastungen ausgelöst werden. Die Abgänge der Schneemassen können ein mittleres bis großes Ausmaß annehmen. Bei der Lawinenwarnstufe 4 ist der spontane Abgang großer bis sehr großer Lawinen möglich. In Gebieten mit der Lawinenwarnstufe 3 sollten Steilhänge komplett gemieden und andere Regionen nur von Skifahrern mit Erfahrung bei der Beurteilung der Lawinenlage genutzt werden. Bei der Warnstufe 4 gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen, die mit der Beachtung der Lawinenauslaufgebiete ergänzt werden sollten. Ab der Lawinenwarnstufe 4 sind Hänge zu meiden, die eine Neigung von mehr als dreißig Grad aufweisen.

Quelle: Lawinenwarndienst Bayern, EAWS