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Von Peking nach Zhangjiakou in 47 Minuten im Hochgeschwindigkeitszug

Zwischen Peking und Zhangjiakou ging ein neuer Hochgeschwindigkeitszug in Betrieb. Der Bau dieser Strecke in China gehört zu den Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele im Jahr 2022.

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Peking – Zhangjiakou verkürzt die bisherige Reisezeit auf der knapp 180 Kilometer langen Strecke von bisher 3 Stunden auf nunmehr 47 Minuten. Auf der Strecke werden die neuen Züge der Fuxing-Serie fahren. Sie bringen es auf einigen Streckenabschnitten auf eine Geschwindigkeit von bis zu 350 Kilometern pro Stunde.

Hochgeschwindigkeitszug Peking – Zhangjiakou ist auf die Olympiade zugeschnitten

Das zeigt sich daran, dass sie autonom fahren können. Trotzdem ist ein Fahrer an Bord. Die öffentliche Testphase begann bereits am 30. Dezember 2019. Nach dem aktuellen Fahrplan der 12306 China Railway verkehren auf der Strecke derzeit 30 Züge pro Tag. Ein Fünftel davon entfällt auf die Smart Trains der neuesten Modellgeneration. Diese Smart Trains sind auf die Bedürfnisse der Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2022 zugeschnitten. In vielen Abteilen gibt es großen Stauraum für Wintersportausrüstungen. Sie sind über einen QR-Code zugänglich. Außerdem wurden in die Smart Trains Lager integriert, in denen die Proben für die Durchführung von Dopingtests sicher transportiert werden können.

In den Speisewagen der Hochgeschwindigkeitszüge Peking – Zhangjiakou lässt sich die Berücksichtigung der Olympischen Winterspiele ebenso erkennen. Eigens dafür wurden verstellbare Tische und Sitze verbaut. Sie erlauben eine schnelle Umwandlung in einem fahrenden Raum für Pressekonferenzen. Für Livestreams stehen schnelle 5G-Anschlüsse zur Verfügung. Auch an die Bedürfnisse der Teilnehmer der winterlichen Paralympics 2022 haben die Entwickler der Smart Trains gedacht. In zahlreichen Abteilen lassen sich die Sitze mit wenigen Handgriffen ausbauen. So entstehen größere Beförderungskapazitäten für Reisende, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

Das Einchecken in die Smart Trains nutzt modernste Technik

Erste Tests mit den Zügen namens „Chinese Wisdom“ und „China Speed“ fielen positiv aus. Die Fahrgäste können via QR-Code oder Gesichtserkennung über ihren Account bei 12306 China Railway einchecken. Die Stationen wirken vor allem durch die dort eingesetzten Roboter futuristisch. Die selbstfahrenden Roboter helfen den Fahrgästen bei der Orientierung in den Stationen. Außerdem nehmen sie ihnen den Gepäcktransport ab. Während der Fahrt steht in den Smart Trains der Hochgeschwindigkeitsstrecke Peking – Zhangjiakou kostenloses WLAN mit 5G-Standard zur Verfügung. Außerdem gibt es an jedem Sitz einen Touchscreen und eine Station für Smartphones und Tablets, die einen Support für das drahtlose Aufladen der Akkus mitbringen.

Mit der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke will China auch die lokale Tourismuswirtschaft fördern. Die gesamte Region rund um Zhangjiakou soll zu einem nationalen Wintersportzentrum ausgebaut werden. Der Gesamtumfang der Investitionen allein in das Saibei Skiing Resort liegt bei rund einer Milliarde US-Dollar. Lohnenswert ist das durch die Nähe zur Landeshauptstadt Peking und die Lage an der südlichen Trasse der Transsibirischen Eisenbahn. Mit der neuen Schnellfahrstrecke wird Zhangjiakou auch für eine Städtereise durch China wesentlich interessanter.

Quelle: gov.cn